Duisburg: Kirmes: Viele Schausteller, wenige Besucher
VON VOLKER POLEY - zuletzt aktualisiert: 18.07.2012Duisburg (RP). Vom Kinderkarussell aus eröffnete Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann die Homberger Kirmes. Freundlich war das Wetter den Schaustellern auf dem Bürgermeister-Wendel-Platz wirklich nicht gesonnen.
Im Gegenteil: Kräftige Schauer und böiger Wind boten eher einen tristen Rahmen für das eigentlich als Sommervergnügen gedachte Homberger Volksfest. Hans-Joachim Paschmann nahm's mit Humor. "Ich begrüße sie bei herrlichem Fritz-Walter-Wetter", wandte der Bürgermeister des Stadtbezirks Homberg/Ruhrort/Baerl sich an die kaum vorhandenen Kirmes-Besucher.
Auch Mike Bengel, der mit seiner "Schausteller Event GmbH" das dreitägige Kirmesvergnügen organisiert hatte, blickte sorgenvoll zum Himmel. "Schade, wir machen ja schon viel, aber auf das Wetter haben wir nun keinen Einfluss, das muss man halt so nehmen wie es kommt", meinte der Sprecher der Duisburger Schausteller, der bereits in der 9. Generation die Tradition des alteingesessenen niederrheinischen Familienunternehmens fortführt.
Alte Wege neu beschreiten
Nach seiner kurzen und launigen Eröffnungsrede schlug Hans-Joachim Paschmann routiniert mit wenigen, aber gezielten Schlägen das erste Bierfass der Kirmes-Tage an. Damit war die Homberger Kirmes, die mit diversen Fahrgeschäften, Verpflegungs- und Getränkeständen den wenigen Besuchern, die trotz des Regens kamen, ein buntes Rummel-Vergnügen bot, offiziell eröffnet. Zusammen mit Hans-Joachim Paschmann stießen auch Veranstalter Mike Bengel und einige Bezirksvertreter auf das Gelingen des Festes an.
Paschmann möchte, dass sich das in den vergangenen Jahren etwas vor sich hin dümpelnde Volksfest in Zukunft wieder zu einem großen Familienfest für alle Homberger entwickelt. Er erinnerte an alte Zeiten, als sich die Kirmes bis hin zum Bismarckplatz erstreckte.
Dass diese Zeiten der Vergangenheit angehören, ist auch dem engagierten SPD-Politiker klar. Aber so eine Art Stadtfest kann er sich sehr wohl vorstellen. "Wir sollten unsere Veranstaltungen vor Ort bündeln", dachte Paschmann über eine Zusammenlegung der bisher getrennt durchgeführten Veranstaltungen, wie das beliebte Brunnenfest und den Tag der Vereine, nach. Werbering, Vereine und Schausteller sollten sich an einen Tisch setzen, um gemeinsam ein großes Bürger- und Familienfest auf den Weg zu bringen. "Man muss auch mal neue Wege gehen, wir sind auf jeden Fall dabei," signalisierte Event-Profi Mike Bengel seine Bereitschaft, die Tradition des Homberger Volksfestes wieder neu zu beleben.
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