Duisburg: KKD investiert und schließt zwei Häuser
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 05.05.2010Duisburg (RPO). Bis zu 150 Millionen Euro will das Katholische Klinikum Duisburg (KKD) in eine Umstrukturierung seiner Einrichtungen in Duisburg investieren. Wie KKD-Geschäftsführer Clemens Maurer gestern mitteilte, könne der Verbund mit vier Standorten am Krankenhausmarkt nicht bestehen.
Zum KKD gehören neben dem Hamborner St. Johannes-Hospital das St. Barbara-Hospital in Neumühl, das St. Vincenz-Hospital im Dellviertel und das Marien-Hospital in Hochfeld. Ein Sonderfall stellt die Rhein-Klinik in Beeckerwerth als reine Reha-Einrichtung dar.
Lange Prüfungen
Nach monatelangen Prüfungen durch spezialisierte Beratungsfirmen favorisiert die Geschäftsführung nun ein sogenanntes Ein-Standort-Konzept. Die jetzt auch den Banken vorgelegte Planung sieht die Schließung der Krankenhäuser in Neumühl und im Dellviertel vor. Stattdessen soll am Standort Johannes-Hospital ein riesiger Neubau entstehen, an dem alle bisher im KKD-Verbund vertretenen Fachabteilungen vertreten sein sollen – mit Ausnahme des Marien-Hospitals in Hochfeld, das dann für rund zehn Millionen Euro zu einer rein psychiatrischen Einrichtung ausgebaut werden soll. Die Banken stünden diesen neuen Plänen positiv gegenüber, so Maurer.
Allerdings sei die Finanzierung des Mammutprojekts noch nicht in trockenen Tüchern. Die internen Planungen laufen trotzdem weiter, versicherte Projektleiter Giselher Dick: "Wir wollen keine Zeit verlieren und bereits startklar sein, wenn die Kreditvergabe erfolgt ist." Fest stehe aber schon jetzt, dass die Anzahl der Betten reduziert wird. Derzeit sind es rund 900, das Ziel seien lediglich noch etwa 750. Entlassungen beim Krankenhauspersonal soll es aber nicht geben. "Das wird ausschließlich sozialverträglich über natürliche Fluktuation passieren", so Maurer. "Unsere Mitarbeiter müssen keine Angst haben, dass sie betriebsbedingt gekündigt werden", erklärte Klinikdirektor Dr. Peter Perl.
Die alten Gebäude der Traditionshäuser in Neumühl und im Dellviertel seien "höchst sanierungsbedürftig", teilte das KKD gestern mit. Lange Wege, zum Beispiel von der Station in den Operationssaal kosteten Zeit und Geld. Durch den Neubau soll ein "optimales Krankenhaus" in Hamborn mit einem ambulanten Operationszentrum entstehen.
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