Duisburg: Klatten-Prozess: Vier Duisburger vor Gericht
zuletzt aktualisiert: 03.11.2009 - 17:13In München hat am Dienstag der Prozess gegen vier Männer aus Duisburg statgefunden, die versucht haben sollen, die Milliardärin Susanne Klatten mit kompromittierenden Videoaufnahmen zu erpressen. Der Haupttäter wurde zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft forderten die Duisburger im Alter zwischen 33 und 46 Jahren im Juli dieses Jahres 800.000 Euro und einen BMW von Susanne Klatten (47). Die 47-Jährige ist die Erbin des "Quandt-Imperiums". Erpresst wurde sie mit kompromittierenden Videoaufnahmen, die die 47-Jährige angeblich bei einem Geschlechtsakt mit dem Schweizer Helg Sgarbi zeigen.
Sgarbi war im März zu sechs Jahren wegen Betrugs und versuchter Erpressung verurteilt worden. Er drohte Klatten mit der Weitergabe von Videos, die intime Kontake zwischen ihm und der Erpressten zeigten. Die Angeklagten aus Duiburg gelten als "Trittbrettfahrer" der "Sgarbi-Erpressung".
In dem mit Spannung erwarteten Prozess wurde der Haupttäter zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Ein Angeklagter erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die übrigen zwei jeweils ein Jahr. Mit Ausnahme der Strafe des Haupttäters wurden die Strafen zur Bewährung ausgesetzt.
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