Duisburg: Klinikehe: Mit Scheitern gerechnet
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 16.01.2007Duisburg (RPO). Das Aus einer möglichen Klinikehe zwischen Duisburg und Krefeld (die RP berichtete) ist in Duisburg mit Fassung aufgenommen worden. Schließlich wäre es eh mehr eine reine Vernunftehe und keine Liebesheirat geworden. „Für uns kam das Aus nicht wirklich überraschend“, sagte gestern die Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat der Stadt, Petra Vogt, auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir haben das Vorhaben von Anfang an kritisch gesehen. Allerdings sind wir offen für alle Möglichkeiten. Wir hängen nicht an einem Modell“, fügte Vogt hinzu.
Aber auch Herbert Mettler (SPD) dessen Fraktion die Krefeld-Variante bevorzugt und unterstützt hatte, zeigte sich nicht wirklich enttäuscht von der Entwicklung. „Wir müssen das so zur Kenntnis nehmen“, erklärte er, auch wenn sich die SPD das anders vorgestellt habe. Nun müsse man sehen, welche Bewerber im Interessenbekundungsverfahren der Stadt Duisburg noch übrig geblieben seien und wer dann bei der Präsentation das Rennen mache. Denn ohne strategische Partner, da ist auch Herbert Mettler sicher, könne das Klinikum Duisburg in Zukunft nicht auskommen. Die grundlegende Frage sei nur, ob das Vermögen in der Kommune gehalten oder zu Teilen an private Investoren verkauft werden soll. Laut Stadtkämmerer Dr. Peter Langer ist das Interessenbekundungsverfahren mit dem Abschluss der Klinikbesichtigungen bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Ende Januar, so Mettler gestern, werde die Präsentation der Ergebnisse sein.
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