Duisburg: Klinikum schickt Kündigung an SRD
zuletzt aktualisiert: 23.08.2007Duisburg (RPO). Die Gebäudereinigergewerkschaft IG BAU beklagt ihrer Meinung nach erste Auswirkungen des Klinikverkaufs in Duisburg. „Nach unseren Informationen soll der Reinigungsvertrag zwischen Klinikum und der städtischen Tochter SRD gekündigt werden“, so IG BAU Klaus Ellberg.
„Wird die SRD aus dem Klinikum gedrängt, wären 60 Arbeitnehmer betroffen. Für so viele Menschen kann man nicht mal eben schnell einen neuen Arbeitsplatz finden. Den Reinigungskräften droht die Arbeitslosigkeit“, so Ellberg.
Das Klinikum Duisburg bestätigte gestern das Kündigungsschreiben, erklärte jedoch, dass dies keinesfalls das Ende des Beschäftigungsverhältnisses zu bedeuten hätte. „Jetzt werden erst einmal Gespräche geführt“, sagte Sprecherin Ute Kozber. Solche formalen Kündigungen seien nicht unüblich.
Das Klinikum habe der SRD bereits 1999 und 2005 gekündigt, um neue Vertragsgrundlagen auszuhandeln. „Und die SRD reinigt immer noch bei uns“, sagte Ute Konzber.
Das Reinigungsunternehmen SRD ist wie die Stadtwerke und die Duisburger Verkehrsgesellschaft eine Tochtergesellschaft der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV). Sie ist vor allem im Reinigungsbereich tätig. Sie wird vor allem von städtischen Gesellschaften eingesetzt.
„Die SRD ist der letzte Garant, dass die Arbeitnehmer im unteren Lohnsektor nicht vollends ausgebeutet werden. Durch den privaten Klinikbetreiber Sana scheint jetzt mit dieser guten Tradition gebrochen zu werden“, befürchtet Ellberg.
Eigentlich, so ist aus der IG BAU zu hören, hatten die Aufsichtsräte sowohl an der Klinik als auch in der DVV beschlossen, eine gemeinsame Firma für die Reinigung des Klinikums zu gründen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







