Duisburg: Kraft, Disziplin und Fairness
VON FABIAN SPIESS - zuletzt aktualisiert: 23.04.2007Duisburg (RPO). Der Polizeisportverein veranstaltete ein international besetztes Judo-Turnier in der Gesamtschule Süd. Rund 300 Nachwuchs-Judokas zeigten ihr Können. Deutsche Meister begeisterten mit „Nage-no-kata“-Technik.
Bereits zum neunten mal bot das international angesehene, vom Duisburger Polizeisportverein (PSV) veranstaltete Judo-Sichtungsturnier in der Sporthalle der Großenbaumer Gesamtschule Süd etwa 300 Nachwuchs-Judokas von insgesamt 137 Vereinen die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen und eventuell sportlich einen großen Schritt nach vorn zu machen. Mehrere Landes- und Bundesjugendtrainer mischten sich unter das Publikum, um die Kämpfe wachsam zu verfolgen und Talente zu Förder- und Auswahllehrgängen einzuladen.
„Das Niveau hier ist sehr hoch. Es sind auch extra ausländische Judokas gekommen, um im Rahmen dieses Turniers eine Vergleichs- möglichkeit zu haben”, erklärte Detlef Völkel von der Judo-Abteilung des PSV Duisburg. So lockte die Leistungsstärke der Sportveranstaltung, die sich in den letzten Jahren international herumgesprochen hat, sogar Mannschaften und Einzelteilnehmer aus England, Belgien, Polen, Slowenien und erstmals auch aus Russland an diesem Wochenende nach Duisburg. Die große, sehr gut besuchte und komplett mit Matten ausgelegte Wettkampfhalle wurde mit den Fahnen der teilnehmenden Nationen geschmückt.
Schirmherr mit Wissenslücken
Polizeipräsident Rolf Cebin, Schirmherr des Turniers, gestand, noch immer ein paar Wissenslücken im Bezug auf das Regelwerk zu haben: „Es macht mir immer wieder sehr großen Spaß, bei einem Turnier mit dieser Bedeutung dabei zu sein. Einziger Wermutstropfen ist, dass ich trotz der vielen Versuche die Judo-Regeln immer noch nicht genau verstehe”, scherzte er.
In einem Nebenraum hatten die Judokas, allesamt im Alter von 13 oder 14 Jahren, die Möglichkeit, sich aufzuwärmen, sich von ihren Trainern letzte Anweisungen geben zu lassen oder sich einfach vor Beginn des Kampfes zu konzentrieren. Neben Kraft, Dynamik, Ausdauer und Disziplin ist laut Detlef Völkel vor allem Fairness eine Grundvoraussetzung, um den beliebten Kampfsport erfolgreich betreiben zu können: „Es kann durchaus passieren, dass man mit dem Gegner, gegen den man zuvor im Wettkampf angetreten ist, schon am nächsten Tag wieder gemeinsam trainiert.”
Ganz im Zeichen des Herkunftslandes des Judo-Sports stand das Eröffnungsprogramm. Die Gruppe „Haguruma Daiko” entführte die Besucher mit ihrer Trommelshow in die Vergangenheit Japans. Früher wurden mit Hilfe der Reichweite des dröhnenden Klanges der größten Trommel (Daiko) Dorfgrenzen bestimmt.
Mit der Präsentation einer besonders eindrucksvoll anzusehenden Judo-Wurftechnik (Nage-no-kata), gelang es Yusuf Ardlan und Sergio Sessini, beide Deutsche Meister in dieser Disziplin, das Publikum zu begeistern.
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