Duisburg: Kranarbeiten lösten Großbrand aus
zuletzt aktualisiert: 13.09.2010 - 16:05Der Großbrand auf der Schrottinsel im Duisburger Hafen am vergangenen Samstag entstand bei Kranarbeiten. Bei der Verlagerung von Schrott durch einen Brückenkran kam es auf dem Gelände der Auto-Recyclingfirma zu dem Brand.
Nach Ermittlungen der Duisburger Kripo könnte der Kurzschluss an einer alten Autobatterie ursächlich gewesen sein. Um 12.11 Uhr am Samstag geht bei der Duisburger Feuerwehr der Notruf ein: Im Hafen brennen zwei Schrotthaufen auf dem Gelände einer Firma für Autorecycling. Was sich zunächst noch harmlos anhört, entpuppt sich schnell als Großbrand.Die Flammen schlagen bis zu 20 Meter hoch aus dem Schrott, der Rauchpilz schießt bis zu 150 Metern in die Höhe und ist kilometerweit zu sehen. Die Feuerwehr rät Anwohnern in Meiderich, Marxloh und Oberhausen-Schmachtendorf, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten. „Die Schadstoffe im Rauch waren jedoch unterhalb der Gefährdungsgrenze“, berichtet ein Sprecher der Feuerwehr.
A59 muss nicht gesperrt werden
Viele Neugierige machen sich auf den Weg in den Hafen, versuchen einen Blick auf die Löscharbeiten zu werfen und fotografieren. Der Rauch zieht Richtung Nordosten. Ursprüngliche Überlegungen, die A 59 wegen des Qualms vorübergehend zu sperren, brauchen nicht umgesetzt zu werden. Trotzdem geht es dort zeitweise nur im Schritttempo voran – von hier gibt es eine gute Aussicht auf das Feuer.
Die Brandschützer rücken zunächst mit drei Löschzügen der Berufsfeuer, zwei Zügen der Freiwilligen Feuerwehr und dem Feuerlöschboot aus. Weil der Brandherd unweit eines Hafenbeckens liegt, kommt das Wasser des Löschbootes dort gut heran. Doch das Feuer erweist sich als hartnäckig. „Es hat viel Metall gebrannt, und das entwickelt eine große Hitze. Das hat die Löscharbeiten so schwer gemacht“, so der Feuerwehrsprecher. So sind die Einsatzkräfte stets mit rund 100 Mann vor Ort.
Weil das natürlich nur im Wechsel geht, war am Ende fast die gesamte Duisburger Feuerwehr im Einsatz. Auch am Samstagabend ist das schwer zugängliche Feuer noch längst nicht gelöscht. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW) rücken aus und errichten Lichtmasten, um den Brandherd in der Dunkelheit besser auszuleuchten. Gestern wurden die Löscharbeiten fortgesetzt. Es gab lediglich zwei leicht verletzte Einsatzkräfte. Die Ursache des Großbrandes steht wie die Schadenshöhe noch nicht fest. Brandsachverständige der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.
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