Duisburg: Kultur in DU - wat streichste nu?
VON JECKE RP-REDAKTION DUISBURG - zuletzt aktualisiert: 15.02.2010 - 18:58Duisburg (RPO). Kalt war‘s - aber schön: Bei eisigen Temperaturen zog es Tausende von Jecken zum Duisburger Rosenmontagszug. 34 Großwagen, 77 Fußgruppen, 25 Musikkapellen und 2500 Aktive sorgten für Stimmung zwischen Neudorf und dem Innenhafen.
Mit rund 120.000 Besuchern am Straßenrand war der Zuspruch nicht so groß wie in den vergangenen Jahren. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch. Erst recht nicht bei Prinz Michel I., der vor Freude auf und ab hüpfte, als an der Galeria an der Steinschen Gasse „sein” Sessionslied („Karneval in Duisburg, das geht so...”) hörte.
Der Zug stand in diesem Jahr unter dem Motto „Kultur in DU wat sachste nu?”. Angesichts des aktuell diskutierten Sparpakets bot das Motto Anlass für närrischen Spott auf den Wagen: „Kultur in DU ohne Geld dat siehste nu” oder „Kultur in DU wat streichste nu?” waren unter anderem zu lesen. Die „Oldstätter” gingen das Thema sogar im Hinblick auf ihr 80-jähriges Bestehen etwas ernster an: „Tradition heißt nicht, Asche zu bewahren, sondern die Flammen am brennen zu halten.” Ansonsten waren Motivwagen wie schon traditionell in Duisburg eher Mangelware.
Musikalisch überzeugend waren unter anderem die niederländischen Samba-Trommler, die mächtig einheizten. Einmal gab es einen fast viertelstündigen Aufenthalt: Die Zugmaschine des Prinzenwagens streikte in Höhe des Ludgeriplatzes die Gänge ließen sich nicht mehr richtig einlegen.
Nach kurzer Unterbrechung ging es aber weiter. Überhaupt gab es wenig Zwischenfälle. Die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf. Während es am Morgen noch auf vielen Straßen tückisch glatt war, war die Zugstrecke zwischen Neudorf und dem Innenhafen geräumt und bestens präpariert. Schließlich hatte auch Petrus ein Einsehen: Rechtzeitig zu Beginn lugte auch die Sonne hinter den Wolken hervor. Hinterher ging die Party natürlich weiter: Im Innenhafen war noch lange Ramba-Zamba
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