Duisburg: Kulturausschuss ringt um 60.000 Euro
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 15.09.2010 - 09:54Duisburg (RPO). Fast zwei Stunden lang diskutierten am Dienstagnachmittag die Mitglieder des Kulturausschusses über 60 000 Euro. So groß ist der angesetzte Etat für den Kulturbeirat, der mit diesem Geld Projekte von Duisburger Künstlern ermöglichen möchte.
Meist sind die Summen, die ausgezahlt werden, vergleichsweise klein, da mit den 60.000 Euro rund 30 Kunstvorhaben bedacht werden. Für die Künstler sind die Beträge wichtig, da die Anstoßfinanzierung dazu führt, dass weitere öffentliche Gelder vom Land und Bund fließen.
Unter dem Strich entstehen dann aus den 60.000 Euro städtischen Fördergeldern Projekte in einem Wert von 400.000 Euro. Da es in Duisburg bislang kein genehmigtes Haushaltssicherungskonzept gibt, würden die 60 000 Euro nicht freigegeben, sagte Dezernent Janssen. Nach vielen Redeschlachten und gegenseitigen Schuldzuweisungen einigten sich die Ausschussmitglieder auf eine Formulierung, in der die Bezirksregierung (in Düsseldorf) aufgefordert wird, das Geld freizugeben.
Künstler vertrauen auf Gelder
Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass die Duisburger Künstler auf diese Gelder vertrauen, die seit zehn Jahren gewährt werden und die der Stadtrat auch mehrheitlich bereitstellen will. Kulturdezernent Janssen ist skeptisch, dass die Freigabe nun erfolgt, forderte aber dazu auf, weiterhin für die Kultur in Duisburg zu kämpfen.
Weiterhin unklar ist die Zukunft der Kulturzentrale HundertMeister. Verwaltungsdirektorin Ute Saalmann skizzierte den unveränderten Sachstand. Laut einem zehn Jahre alten Ratsbeschluss muss das HundertMeister nicht für die Miete aufkommen. Vor einigen Monaten hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebag Mietforderungen in Höhe von 6000 Euro monatlich erhoben. "Das ist ein innerstädtischer Konflikt, der gelöst werden muss", so Ute Saalmann. Neue Gesprächsrunden gibt es im November.
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