Duisburg: Kurden gehen morgen in Hamborn auf die Straße
zuletzt aktualisiert: 30.11.2007Duisburg (RPO). Im Duisburger Norden wird am Samstag eine große Kurdendemonstration stattfinden. Die Folgen: ein Großaufgebot der Polizei, zeitweise Sperrungen und Umleitungen und Behinderungen des öffentlichen Lebens im Bereich von Alt-Hamborn und Obermarxloh. Der Kurdenaufmarsch richtet sich gegen den Einmarsch der türkischen Armee in den Irak. Bislang liegen bei der Polizei keine Hinweise vor, dass es an diesem Tag türkische Gegendemonstrationen geben wird. Doch auszuschließen ist das nicht.
Die Veranstaltung der Kurden beginnt am Samstag gegen 13 Uhr und endet in den Nachmittagsstunden. Treffpunkt und Veranstaltungsort der Abschlusskundgebung wollte die Polizei aus taktischen Gründen gestern nicht bekannt geben. Es dürfte aber davon ausgegangen werden, dass sich der Zug zwischen Rhein-Ruhr-Halle und Altmarkt bewegt. Seit gestern verteilt die Polizei in Obermarxloh und Alt-Hamborn Flugblätter in deutscher und türkischer Sprache und weist auf die Veranstaltung mit den möglichen Behinderungen der Anwohner hin. Der Demonstrationsweg ist so gelegt worden, dass er durch Wohngebiete im Stadtnorden führt, in denen eher Kurden als Türken wohnen. Das türkische Marxloh erreicht der Protestzug dabei nicht.
Wie ein Polizeisprecher gestern erklärte, wird alles unternommen, dass die Veranstaltung friedlich abläuft und die Beeinträchtigung für die Bürger so gering wie möglich gehalten wird. Einen Grund, die Demonstration zu verbieten, gibt es nicht. Und es ist verfassungsrechtliche Pflicht der Polizei, die Veranstaltung zu schützen.
In der Vergangenheit war es im Duisburger Norden mehrfach zu Konfrontationen zwischen Türken und Kurden gekommen, bei denen die Polizei in Massenschlägereien eingreifen beziehungsweise sie verhindern musste.
Infos Am morgigen Freitag zwischen 8 und 16 Uhr sowie am Samstag ab 8 Uhr hat die Polizei ein Bürgertelefon geschaltet, Tel. 0203 280-1066.
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