Duisburg: Kurz vor dem Abschluss
VON ANNIKA MATHEIS - zuletzt aktualisiert: 18.01.2008Duisburg (RPO). Die Unterzeichnung des Kaufvertrages für die Direktorenvilla steht laut LEG-Projektleiter Peter Kramer unmittelbar bevor. Die Krefelder Kieu Projektentwicklung will Gastronomie, Kunst und Konzerte nach Rheinhausen bringen.
Sie wirken schon wie Zeugnisse aus der Vergangenheit, wie Zeugnisse aus besseren Tagen: die Bliersheimer Villen. Vom Leben von einst ist nichts mehr zu spüren, jetzt will ein Investor den denkmalgeschützten Gemäuern wieder Leben einhauchen. Bereits im Juli 2007 fiel der Name der Kieu Projektentwicklungs GmbH aus Krefeld, die die ehemalige Direktorenvilla samt Kutscherhaus (Villenstraße 2-2a) kaufen will. Und das möglichst bald.
Unterzeichnung in Kürze
„In Kürze werden wir den Kaufvertrag beurkunden, wir rechnen mit Ende Februar“, berichtet LEG-Projektleiter Peter Kramer. Nun kommt also endlich Schwung in die stockende Vermarktung der Villen, die seit Jahren schon auf eine bessere Zukunft warten. Marc Förste, Geschäftsführer der Kieu Projektentwicklung wollte sich noch nicht zu den Plänen äußern.
Dritter Verkauf
Die Direktorenvilla wäre das mittlerweile dritte Gebäude, das von der LEG endlich verkauft werden könnte. Außer dem Kasino wurde bereits 2002 ein Haus an die damalige Bliersheimer Villen GmbH abgegeben. Anfang 2003 wurde das restaurierte Vorzeigeobjekt eingeweiht. Danach verschwand die GmbH von der Bildfläche.
Der Schwung ist also wieder zurückgekehrt in die Vermarktung. Mitte des Jahres verzögerte die Rheinhauser Bezirksvertretung nämlich den Prozess. Eine Bauvoranfrage hatte das Krefelder Unternehmen gestellt. Die Politiker verlangten aber genaue Informationen zur architektonischen Gestaltung (die waren aber nicht in der Bauvoranfrage enthalten). Wohlgemerkt: Am denkmalgeschützten Äußeren der Villa darf der Investor nichts verändern. Auch die Nutzungsänderung dürfte dem Investor nicht verwehrt werden, wenn sie denn zulässig ist. Die Abstimmung in der Bezirksvertretung wurde verschoben, eine Entscheidung fiel erst im August.
Gastronomie und Ausstellungen
Stichwort Nutzungsänderung: Dort, wo einst die Direktoren und ihre Familien lebten, soll demnächst der Gastronomie, Ausstellungen oder Konzerten neuer Raum geboten werden. Im Sommer kündigte Förste an: „Wir werden Pionierarbeit leisten.“ Und er fügte noch hinzu: „In der Villensiedlung muss endlich etwas passieren.“ Damals sprach Förste auch von ganz großen Plänen, von einem Biergarten, von einer Gastronomie, die weit über „Imbissniveau“ hinaus gehe. Vielleicht lädt ja schon im Sommer ein gemütlicher Biergarten zum Verweilen ein.
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