Duisburg: Läufer trotzen der Hitze
VON SONJA BROWATZKI - zuletzt aktualisiert: 07.07.2009Duisburg (RPO). Rund 670 Sportler haben sich am Wochenende der Herausforderung des Rheinuferlaufs gestellt. Viele kamen von weit her. Die beste Zeit: eine Stunde, fünfzehn Minuten und dreißig Sekunden für den Halbmarathon.
Das Wertungssystem
Vorgabe Die Veranstalter des Rheinuferlaufes folgen der Empfehlung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.
Kriterien Unterschieden wird nach Geschlecht, ab dem dreißigsten Lebensjahr sind Altersklassen in Fünf-Jahres-Schritten gestuft.
Hintergrund Durch die differenzierte Wertung sollen Leistungen vergleichbar und die Sportler besonders angespornt werden.
Homberg Erschöpft, aber stolz erreichten die letzten Teilnehmer des 17. Rheinuferlaufes des Homberger Turnvereins am Samstagabend gegen 20 Uhr die Vereinsanlage Friesenplatz. Etliche gönnten sich noch auf dem Platz und in voller Montur die erlösende kalte Dusche. "Das war ein echtes Highlight, dass wir diese Dusche dort anbieten konnten", freute sich der zuständige Mann des Homberger TV, Theo Lehmkuhl. "Auf seiner eigenen Platzanlage ist man eben viel freier als irgendwo in der City."
Nachdem sich im Vorfeld bereits über 500 Läufer angemeldet hatten, hatte der HTV schon die Hoffnung gehegt, in diesem Jahr die Achthundertermarke zu knacken. "Es gibt da so eine Faustformel: Wenn man 400 Voranmeldungen hat, kann man mit etwa 700 Läufern rechnen", so Lehmkuhl. Wider Erwarten blieb die Teilnehmerzahl jedoch bei 670 für alle Läufe. "Viele machen ihre Teilnahme vom Wetter abhängig", meinte Lehmkuhl. Und dass sich am Samstag wegen der schwülen Hitze einige gegen den Lauf entschieden, besonders, was den Halbmarathon anging, konnte er gut nachvollziehen: "Das ist ja auch nicht von Pappe, die Strecke."
Weit gereiste Teilnehmer
Wie in den Jahren zuvor, lockte der Rheinuferlauf zahlreiche Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet und aus ganz Deutschland. Nicht nur für den Halbmarathon, bei dem 256 Personen starteten, reisten die Sportler an, sondern auch für die Walkingstrecken über fünf und zehn Kilometer sowie den Volkslauf.
Die Wertung erfolgte nach Alterklassen. "So ist es für die Teilnehmer fairer, und man kann seine eigene Leistung im Vergleich viel besser einschätzen", begründete Lehmkuhl. Preise gab es für die Besten in ihren jeweiligen Alterskategorien: "So geht nicht nur der dreißigjährige Topathlet hier mit einem Pokal in der Hand vom Platz." Zum Beispiel beendete Theo Laakmann vom TuS 08 Rheinberg den Halbmarathon in der Gesamtwertung als 164., in der Altersklasse 70 aber als Erster und nahm dafür einen Pokal in Empfang.
Als insgesamt Erster erreichte Marc-André Ocklenburg vom Ayyo-Team Essen nach einer Stunde, fünfzehn Minuten und dreißig Sekunden das Ziel. Ihm folgten Karol Grunenberg vom Etuf Essen und Karsten Kruck vom LC Duisburg auf den Plätzen zwei und drei.
Helfer feierten bis Mitternacht
Nachdem das Event beendet war, feierten die zahlreichen Helfer noch bis Mitternacht. "Wenn die letzten Gäste weg sind, ist meist noch ein bisschen Bier in den Fässern und das schütten wir ja nicht weg", erklärte Lehmkuhl mit einem Augenzwinkern. "Dass der Abend noch so schön war, war fast die beste Belohnung", zog der Veranstalter am nächsten Tag ein positives Resümee.
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