Duisburg: Lehrer: Streik abgesagt
VON CHRISTIAN SCHWERDTFEGER - zuletzt aktualisiert: 09.12.2009 - 11:37Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Nordrhein-Westfalen hat die für den morgigen Donnerstag angekündigten Warnstreiks der angestellten Lehrer abgesagt.
Eigentlich wollten am Donnerstag in Duisburg, Wuppertal, Köln und Dortmund angestellte Lehrer ihre Arbeit ruhen lassen und auf der Straße für einen gerechteren Lohn protestieren. Die am Dienstag in Berlin geführten Verhandlung zwischen den Gewerkschaftsvertretern und der Arbeitgeberseite brachte offenbar eine erste Einigung. Die GEW fordert "einen gleichen Lohn für gleiche Arbeit, gleiche Bezahlung für alle Lehrkräfte".
Die Ankündigung, zu streiken und Unterricht ausfallen zu lassen, habe bei der Arbeitgeberseite offenbar Eindruck hinterlassen, heißt es in einer Presserklärung der GEW. Nach Angaben der Bildungsgewerkschaft sei die Arbeitgeberseite bereit, "ernsthaft in die Verhandlungen einzusteigen". "Offenbar haben unsere Argumente und unsere Kampfebereitschaft die Arbeitgeber beeindruckt", sagt Andreas Meyer-Lauber, GEW-Landesvorsitzender.
Die konkreten Ergebnisse der Gespräche sind noch nicht bekannt. Die Absage des geplanten Streiks deutet aber daraufhin, dass sich die Arbeitgeberseite den Forderungen der Gewerkschaft zumindest ein Stück weit angeschlossen hat.
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), die GEW und die dbb Tarifunion haben am Dienstagabend gemeinsam mit der Arbeitgeberseite weitere Verhandlungstermine beschlossen. Demnach werden die Gespräche an vier Tagen im Januar und Februar fortgesetzt (26./27. Januar sowie 17./18 Februar 2010). Folgetermine sollen im Januar festgelegt werden.
Im Januar wollen sich die Tarifsvertragsparteien über die Auswirkungen des Europarechts auf die geforderte Eingruppierung unterhalten, auch die Auswirkungen des Bologna-Prozesses und der neuen Lehrerausbildung an den Universitäten sollen Gegenstand der Gespräche sein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






