Loveparade: Losemann entwirft Mahnmal
zuletzt aktualisiert: 11.02.2011 - 16:01Der Duisburger Künstler Gerhard Losemann soll das Mahnmal für die Opfer der Loveparade gestalten. Dies gab die Jury der Initiative Spendentrauermarsch am Freitag in Duisburg bekannt.
Der Entwurf des 1938 geborenen Künstlers wurde aus 38 Vorschlägen ausgewählt. Bei dem Siegerentwurf handelt es sich um eine Stahlplatte, auf der 21 stürzende und übereinanderfallende Eisenstäbe zu sehen sind. Zudem sind auf dem etwa 3,50 Meter hohen Mahnmal die Namen der 21 Todesopfer der Duisburger Loveparade vom 24. Juli 2010 vermerkt.
Dem Willen der Angehörigen der Opfer entsprechend soll das Mahnmal möglichst deutlich vor dem Jahrestag des Unglücks errichtet werden, wahrscheinlich am östlichen Ende des Karl-Lehr-Tunnels und damit in der Nähe des Schauplatzes der dramatischen Ereignisse.
Zur Finanzierung des Mahnmals stehen Spenden in Höhe von gut 26.000 Euro zur Verfügung, die in den letzten Monaten von Bürgern aufgebracht wurden. Die Stadt Duisburg hat sich finanziell nicht beteiligt.
Im Dezember hatte zunächst der Duisburger Künstlers Jürgen Meister den Zuschlag für das Mahnmal erhalten. Nach Plagiatsvorwürfen hatte die Jury die Zusammenarbeit mit dem Kunstschaffenden jedoch beendet.
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