Duisburg: Martina Voss von Nötigung freigesprochen
zuletzt aktualisiert: 31.01.2012Duisburg (RP). Die frühere Trainerin des FCR Duisburg und künftige Chefin der Schweizer Fußballnationalmannschaft der Frauen, Martina Voss-Tecklenburg, musste sich gestern wegen Nötigung vor dem Amtsgericht Unna verantworten.
Die 44-Jährige soll Anfang September vergangenen Jahres auf der Autobahn 44 bei Unna einen 23-jährigen Kaufmann aus Hattingen derart bedrängt haben, dass der Autofahrer ins Schwitzen kam. Der Mann hatte zahlreiche Lastkraftwagen überholt und konnte nicht nach rechts fahren.
Die Fußballtrainerin soll laut Anklage der Staatsanwaltschaft Dortmund so dicht aufgefahren sein, dass der Genötigte nicht einmal mehr die Scheinwerfer des dicken Audi sehen konnte. Auch die Lichthupe soll sie betätigt haben. Vor Gericht gab die prominente Angeklagte an, dass sie an dem Tag auf dem Weg nach Jena gewesen sei. Sie habe jedoch auf dem Beifahrersitz geschlafen und das Fahrzeug nicht selbst gesteuert. Wer der Fahrer gewesen sei, wollte sie nicht sagen.
Der Zeuge gab an, dass er kein Gesicht erkannt habe. Auch, ob es sich beim Fahrer um einen Mann oder eine Frau gehandelt habe, konnte er nicht mit Sicherheit sagen. Daraufhin beantragte der Verteidiger Freispruch. Gleiches hatte auch der Staatsanwalt gefordert. "Ich glaube nicht, dass Sie das nicht waren", sagte Richter Manuel Ginzel in seiner Urteilsbegründung. "Aber ich kann es Ihnen nicht beweisen. Daher waren Sie freizusprechen."
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