Duisburg: Mercatorhalle geschlossen
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 17.02.2009Duisburg (RPO). Am 8. Juni wird die neue Orgel für den Konzertsaal angeliefert und eingebaut. Am 14. November soll die Orgel dann erstmals öffentlich gespielt werden. In der Zwischenzeit steht der Große Saal nicht zur Verfügung.
Mit Hilfe einer riesigen Diaprojektion konnte man gestern schon mal einen Eindruck davon bekommen, wie die Orgel, die derzeit in Bautzen bei der Firma Hermann Eule gebaut wird, im Konzertsaal der Mercator-Halle aussehen wird. Die Projektion des Gesamtbildes geschah, um Pressefotos möglich zu machen. Die Besucher der nächsten Philharmonischen Konzert bekommen die neue Orgel jeweils nur als wachsendes Puzzle zu sehen. Der Gag mit dem Orgel-Puzzle soll die Wartezeit bis zur "Vollendung des Konzertsaals" etwas aufheitern.
Der exakte Zeitplan für die neue Orgel in der Mercatorhalle sieht so aus: Am 8. Juni beginnt die Anlieferung des Instruments, das 16 Tonnen wiegt. Die Montage wird rund fünf Monate dauern. Während dieser Zeit bleibt der große Saal der Mercatorhalle bis auf ganz wenige Ausnahmen geschlossen. Eine Ausnahme wird das erste Philharmonische Konzert der neuen Saison im September sein. Dann werden die Orgel-Arbeiten für vier Tage unterbrochen.
Keine Vermarktung
Uwe Gerste, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Mercatorhalle Duisburg, sagte gestern, dass es nicht zu Umbuchen und Absagen gegenüber potenziellen Mietern gekommen sei, weil die Vermarktung des Großen Saals rechtzeitig gestoppt worden war. Wer im Sommer 2009 den Großen Saal mieten möchte, werde jetzt von der Marketing-Gesellschaft auf Ersatz-Veranstaltungsorte verwiesen. Das seien der Landschaftspark Duisburg-Nord (Gebläsehalle oder Kraftzentrale) oder das Theater am Marientor (TaM). Die Wartezeit müsse man aber auch aus wirtschaftlichen Gründen in Kauf nehmen: Mit der neuen Orgel werde der Konzertsaal noch attraktiver.
Generalmusikdirektor Jonathan Darlington versprach, die neue Orgel "sehr, sehr oft zu nutzen". Die beiden Duisburger Kantore Marcus Strümpe und Peter Bartetzky, die der Orgelkommission angehörten, wiesen auf die klanglichen Möglichkeiten der exklusiven Orgel hin, mit der man sowohl sakrale als auch populäre Werke, beispielsweise Filmmusiken, spielen könne. Das Orgelprospekt hat der Architekt des Konzertsaals, Götz Faubel-Gäb, zusammen mit der renommierten Bautzener Orgelbaufirma entwickelt. Stolz ist Faubel-Gäb darauf, dass das Aussehen der Orgel zugleich verbesserte Klangmöglichkeiten schaffe.
Konzerte ohne Eintritt
Intendant Alfred Wendel möchte mit einer Orgelserie das neue Instrument bei den Duisburger bekannt machen. So wird es eine kleine Reihe von Samstagnachmittagskonzerten geben, für die die Duisburger keinen Eintritt bezahlen müssen und bei denen beispielsweise Peter Bartetzky und Marcus Strümpe die Orgel spielen werden.
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