Duisburg: Mercatorhalle ist vollendet
VON ANDREAS GRÖHBÜHL - zuletzt aktualisiert: 14.08.2007Duisburg (RPO). Die letzten Nachbesserungen sind so gut wie abgeschlossen, die Akustik passt – gestern wurde die Mercatorhalle offiziell an den Betreiber, die Duisburger Marketing-Gesellschaft (DMG), in persona des Geschäftsführers Uwe Gerste, übergeben.
Intensiv hatten die Handwerker während der Sommerferien im CityPalais gearbeitet. Im kleinen Saal und im Süd-Foyer mussten sie Parkett neu verlegen; einige Fliesen waren neu zu verfugen; hier und da bedurfte es Malerarbeiten – dazu ein paar Details wie Rutschleisten. „Die Nachbesserungen gehen zum Teil auf mangelhafte Arbeit des Generalunternehmers „Bilfinger und Berger“ zurück“, berichtet Stadtkämmerer Dr. Peter Langner.
Diese Korrekturen werden dem Unternehmen nun in Rechnung gestellt. Erst wenn die möglichen juristischen Auseinandersetzungen ausgestanden sind, folgt die Gesamtabrechnung. Dann – in ein paar Monaten – weiß man, wie viel die Mercatorhalle tatsächlich gekostet hat.
Besonders umfangreich waren die tontechnischen Arbeiten. Als die Mercatorhalle im April eingeweiht worden war, war für die Feinabstimmung keine Zeit geblieben. „Die besondere Schwierigkeit bei dieser Halle ist, dass sie nicht nur für Konzerte, sondern auch für Sprechveranstaltungen genutzt wird“, erklärt Gunter Engel von dem Akustik-Fachunternehmen Müller BBM aus München.
Denn während Konzerte nachhallen müssen, ist gerade das für Reden schlecht. „Wir wollten aber keinen Kompromiss“, sagte Uwe Gerste. „Deshalb“, ergänzt Engel, „haben wir zum Beispiel hinter den oberen Lamellen Schall absorbierende Rollos eingebaut, die bei Bedarf heruntergelassen werden.“
Außerdem können die Podien herunter gefahren werden. Dahinter liegen wiederum Schall schluckende Rückwände. So gibt es viele sichtbare und unsichtbare Details, welche die akustischen Eigenschaften der Mercatorhalle verändern.
Stolz auf Barrierefreiheit
Besonders stolz ist Stadtkämmerer Langner auf die behindertengerechte Einrichtung. Selbst Blinde finden sich nun im CityPalais zurecht. Neben gefrästen Bereichen, die anzeigen, dass man sich vor einer Tür befindet, gibt es Übersichtstafeln mit Blindenschrift und Relief sowie kleine Schilder auf den Geländern.
Was noch stört, sind die Striemen auf dem Parkett, die von Schuhen oder zum Teil noch von den Arbeiten stammen. Auch sie sollen bald verschwunden sein. Anschließend wird der Boden mit einem speziellen Wachs behandelt. Dann lässt er sich leichter reinigen.
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