Duisburg: Mingas: Politik beklagt Informationspolitik
zuletzt aktualisiert: 03.02.2009Duisburg (RPO). Baerl (skai) Über die geplante Errichtung einer Grubengasverwertungsanlage im Binsheimer Feld wurde in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Homberg /Ruhrort / Baerl erneut heftig diskutiert. Bezirksvertreterin Christa Schmitz (SPD) zeigte sich "entzürnt über die katastrophale Informationspolitik" der Firma Mingas. Es seien nach wie vor viele Fragen offen, etwa, was den genauen Standort und die zu erwartenden Beeinträchtigungen durch Lärm und Emissionen angehe. "Die Bürger müssen wissen, was auf sie zukommt. Wir müssen ihnen die Angst nehmen", forderte Schmitz. Rückendeckung bekam die SPD von den Grünen. Die Fraktionsvorsitzende Beatrix Brinskelle beklagte ebenfalls die Unvollständigkeit der Unterlagen der Firma Mingas und forderte Aufklärung, etwa durch einen Fachvortrag seitens des Umweltdezernates.
CDU-Fraktionschef Manfred Hartl betonte unterdessen, dass weder die Bezirksvertretung noch die Stadt Duisburg Einfluss auf die Verhandlungen zwischen Mingas und der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg habe. "Der dortige Regierungspräsident ist die Genehmigungsbehörde. Er entscheidet", so Hartl. Im Übrigen sei alles gar nicht so wirr. Der Standort sei in das Binsheimer Feld verlegt worden, also weg von den Wohnhäusern. Außerdem werde es eine Umweltverträglichkeitsprüfung geben.
SPD und Grüne blieben bei ihrer Meinung. In einem gemeinsamen Antrag forderten sie einen Fachvortrag, um die Details zu klären.
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