Duisburg mit Video: Minister auf Ausbildungstour
VON JOHN SNOWLEY - zuletzt aktualisiert: 08.09.2010 - 10:04Duisburg mit Video (RPO). In Duisburg startete NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) eine Aktion, um sich
in den Städten über die Ausbildungssituation zu informieren. Die demografische Entwicklung lässt hoffen.Allen Jugendlichen eine Ausbildung und vielversprechende Berufsaussichten zu ermöglichen, ist eines der zentralen Ziele der rot-grünen Landesregierung. Um dies zu unterstreichen, startete Guntram Schneider (SPD), Minister für Arbeit, Integration und Soziales in Nordrhein-Westfalen, gestern seine Ausbildungstour unter dem Motto "Fachkräfte der Zukunft – alle Talente werden gebraucht", bei der er im Laufe der nächsten vier Wochen insgesamt 16 Städte besucht.
"Es ist ein Kernanliegen der Landesregierung, jedem Jugendlichen den Zugang zu einer Ausbildung zu ermöglichen. Deshalb will ich mir ein realistisches Bild über die konkrete Lage vor Ort verschaffen", sagte Minister Schneider zum Tourauftakt.
Heute wieder hier
NRW-Arbeitsminister Schneider ist auch heute wieder zu Gast in Duisburg. Als Redner auf dem Unterbezirksparteitag der Duisburger Sozialdemokraten in der Rheinhausenhalle wird er ein Referat zum Thema "Gute Arbeit für NRW" halten. Zuvor wollen die Delegierten auch das Thema Loveparade diskutieren.
Bei seiner Aktion wolle er sich mit den Akteuren im regionalen Ausbildungskonsens austauschen und Betriebe besuchen. Den Auftakt in der Region Duisburg/Niederrhein bildete der Gedankenaustausch mit den Mitgliedern der Regionalen Ausbildungskonferenz in der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, wobei die aktuelle Situation auf dem regionalen Arbeitsmarkt unter die Lupe genommen wurde.
Einerseits geben die aktuellen Verhältnisse Anlass zum Optimismus. "Der Fachkräftebedarf der Wirtschaft wächst erheblich. Das Angebot an betrieblichen Ausbildungsstellen ist im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistungen in den vergangenen zehn Jahren um rund 30 Prozent gestiegen", sagte IHK-Präsident Burkhard Landers. "Selbst in der schwierigen Zeit der Wirtschafts- und Finanzkrise erwies sich der Ausbildungsmarkt in der Region Duisburg/Niederrhein als robust."
Weniger Bewerber
Dem gestiegenen betrieblichen Ausbildungsangebot stehe jedoch eine zurückgehende Zahl an Bewerbern gegenüber. "Die Anzahl der Bewerber ist im vergangenen und im laufenden Jahr um 16 Prozent zurückgegangen. Und in den nächsten zehn Jahren, dies steht bereits heute fest, werden die Schulabgängerzahlen hier bei uns um weitere 20 Prozent sinken", so Landers.
Um dieser demografischen Entwicklung entgegenzuwirken, habe man sich verschiedene Maßnahmen überlegt. So soll die Ausbildungsreife junger Menschen durch die frühzeitige Förderung der Berufsorientierung der Schüler, zum Beispiel mittels Praktika, gestärkt werden.
Zudem sollen schwächere Jugendliche durch einheitliche berufsvorbereitende Maßnahmen besser integriert werden. Auch die Integration und bessere Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund sei enorm wichtig, betonte Schneider, um die bei dieser Gruppe hohe Zahl ohne Schulabschluss künftig zu verringern.
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