Duisburg: Mit Pommes-Öl in die Mongolei
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 27.06.2009Duisburg (RPO). Peter Ohse und Andreas Koch machen sich im Juli auf die Reise. Sie nehmen an einer Charity-Rallye nach Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei, teil und wollen am Ende dort einen Krankentransporter spenden.
Süden Das Rallyeteam "Pommes-Express" geht wieder auf Tour. Schon 2007 nahmen der 38-jährige Ingenieur Peter Ohse und der gleichaltrige Arzt Andreas Koch als erstes deutsches Team an der Wohltätigkeitsrallye von Plymouth nach Bamako teil.
Das Fahrzeug, mit dem die beiden damals unterwegs waren, wurde vor Ort versteigert und der Erlös für verschiedene Hilfsprojekte im afrikanischen Mali verwendet. Der Clou? Die beiden Abenteurer fuhren große Teile der Strecke mit einer Mischung aus Diesel und altem Pommes-Öl. Das wird dieses Mal auf der geplanten Stecke von London nach Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei, nicht auf ganzer Wegstrecke möglich sein. "In Russland darf man keine Treibstoffkanister mit Sprit aus einem anderen Land mit sich führen. Aber bis zur Grenze werden wir auf jeden Fall mit dem Öl-Diesel-Gemisch fahren", so Koch.
Vier Wochen unterwegs
Vier Wochen werden die beiden Freunde ab dem 10. Juli unterwegs sein und rund 14 000 Kilometer bis zur mongolischen Hauptstadt zurücklegen. Dieses Mal mit einem Mercedes MB 100 Rettungswagen mit "Vollausstattung." Signalanlage, Trage und Krankenfahrstuhl sowie alle technischen Geräte, die ein voll einsatzfähiger Rettungwagen benötigt, beispielsweise ein Beatmungsgerät, ein Defibrilator, ein EKG und eine voll ausgestatten Notfalltasche, fahren die ganze Zeit mit. Am Ende der Reise wollen die beiden Freunde den Rettungswagen am Zielort spenden, wie sie sagen. Dabei arbeiten sie, gemeinsam mit den anderen Teilnehmern der Rallye mit den Kinderhilfsorganisationen "Children's Development and Protection FUND" sowie "Save the Children" zusammen.
"Das ist schon ein richtiges Abenteuer. Ein großer Teil der Strecke führt durch Russland, aber leider sprechen wir kein Wort russisch", so Andreas Koch. Doch darum macht er sich eigentlich keine richtigen Sorgen, wie er weiter sagt. "Bei unserer vergangenen Tour durch Afrika hat das auch geklappt. Dann muss man halt Hände und Füße zu Hilfe nehmen. Irgendwann verstehen einen dann auch die Menschen und lachen mit einem. Das wird schon funktionieren", ist sich der Arzt sicher. Auf dem Weg von Deutschland über Polen und die Ukraine, weiter am kaspischen Meer in Russland, durch Kasachstan bis zum Ziel in der Mongolei, seien die beiden Abenteurer auf viele, aber nicht auf alle möglichen Vorkomnisse vorbereitet.
Noch suchen die beiden Freunde Sponsoren, die sie bei ihrer Fahrt für die gute Sache mit Sach- und Finanzmitteln ausstatten. Denn eins wollen die Beiden von vornherein feststellen: "Wer am Ende die Rallye gewinnt, ist eigentlich egal. Uns geht es darum, dass wir etwas Gutes für die Menschen tun können", so Ohse.
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