Duisburg: Musical-Star hautnah erlebt
zuletzt aktualisiert: 29.01.2008Duisburg (RPO). Vor dem Altar der Erlöserkirche stehen nur ein Notenständer und ein Mikrofon. Zum Auftritt von Angelika Milster geht das Licht Zuschauerreihe für Zuschauerreihe aus. In buntes Scheinwerferlicht getaucht, schreitet die Sängerin durch die Reihen nach vorne. Sie hat gleich die volle Aufmerksamkeit der rund 500 Zuschauer.
„Ich möchte ihnen heute Abend ein Repertoire vorstellen, das ein wenig anders ist, als das, was sie sonst von mir gewohnt sind“, kündigte die Sängerin an, „dazu gehören geistliche Stücke, Arien und im zweiten Teil auch Überraschungen.“ Die Überraschungen, das waren Stücke aus ihrer Musical-Karriere. Highlights unter anderem aus „Cats“ und „Mozart!“ neu interpretiert in der Begleitung der Kirchenorgel. Das Publikum war durchweg begeistert. Erst nach zwei Zugaben konnte Angelika Milster die Bühne endgültig verlassen.
„Ich hab mich unheimlich über den Abend gefreut“, sagte Brigitte Nass im Anschluss, „ihr breites Repertoire hat mich besonders überrascht.“ Sie und ihr Mann Hans hatten bei der Verlosung unserer Zeitung Eintrittskarten gewonnen. „Musik für Gänsehaut, das kann man sagen“, fassten sie beide zusammen. Karola und Diethard Fahrbach haben Angelika Milster vor fast 30 Jahren in „Cats“ gesehen. Da konnten sie sich den Auftritt in der Erlöserkirche nicht entgehen lassen. „Ihre Stimme passt sehr gut hier in die Kirche. Es wäre sogar ohne Lautsprecher schön gewesen.“ Nicole Prikanowski, Jens Bongards, Steffi Wolff und Anke Hinze hatten zusätzlich zum Konzert noch eine Begegnung mit Angelika Milster gewonnen. „Sie hat eine gigantische Stimme“, stellten Steffi Wolff und Anke Hinze fest. „Ich hab sie Freitag erst im Fernsehen gesehen und gedacht: Mensch, die siehst du in zwei Tagen“, erinnerte sich Nicole Prikanowski. Als Angelika Milster zu ihren vier Fans dazu stieß, sorgte sie gleich für eine entspannte Stimmung. Sie sei am Morgen noch in München gewesen für einen anderen Auftritt. Den Fragen der Vier stellte sie sich gerne, plauderte auch über Gesangstechniken und ihre musikalischen Idole, Freddy Mercury und Ella Fitzgerald. „Irgendwann möchte ich auch nochmal ins Musical“, sagte sie, „aber dann such ich mir die Rolle selber aus.“ Zum Abschied gab es selbstverständlich noch Autogramme für die vier zufriedenen Fans.
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