Duisburg: Nach Amokdrohung: Hauptschule bleibt geschlossen
zuletzt aktualisiert: 26.03.2009 - 09:30Der Schulleiter der Gemeinschaftshauptschule Am Knevelshof in Duisburg-Wanheim hat nach Hinweisen auf einen Amoklauf in Abstimmung mit der Polizei am Donnerstag vorsorglich den Unterricht ausfallen lassen.
Verantwortliche einer Webseite aus England hatten telefonisch einen Hinweis gegeben, nachdem ein Teilnehmer eines Online-Spieles eine entsprechende Äußerung gemacht hatte, wie die Polizei mitteilte.
Inzwischen habe man als den Teilnehmer einen elfährigen Duisburger ermittelt, der aber nicht ernsthaft einen Amoklauf geplant habe. Die Kosten für den Polizeieinsatz werden dem Schüler den Angaben zufolge trotzdem in Rechnung gestellt: Sie belaufen sich auf mehrere tausend Euro.
Seit dem Amoklauf in Winnenden am 11. März sind an nordrhein-westfälischen Schulen nach Informationen der "Rheinischen Post" bereits 202 Amok-Verdachtsfälle registriert worden. Im gesamten Jahr 2008 hatte es nur 112 solcher Verdachtsfälle gegeben. Dabei handele es sich um mutmaßliche Drohungen sowie Hinweise besorgter Eltern, Lehrern und Schülern. Häufig steckten laut Düsseldorfer Schulministerium Trittbrettfahrer hinter den Drohungen, berichtete das Blatt.
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