Duisburg: Nachwuchs soll die Wissenschaft entdecken
zuletzt aktualisiert: 20.07.2011Duisburg (RP). Hochheide / Rheinhausen (szf) Früh übt sich, wer ein Forscher werden will: Die Kita Kantstraße in Hochheide und das Familienzentrum am Berns'schen Hof in Rheinhausen haben jeweils eine Medienbox für naturwissenschaftliche Experimente bekommen. Hildegard Lippert, Leiterin der Kita Kantstraße, zeigte sich glücklich bei der Übergabe: "Ich freue mich sehr, dass wir die Forscherkiste erhalten haben. Darin sind wahre Schätze", sagte sie. "Uns hilft das Material optimal, Mädchen und Jungen praxisnah und kindgerecht naturwissenschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln."
Das Geschenk kommt von der bundesweiten Initiative "Haus der kleinen Forscher", an der sich in ganz Duisburg bereits 50 Kitas beteiligen. Die Initiative fördert die naturwissenschaftliche und technische Bildung von Kindern. Dafür werden zum Beispiel Erzieher geschult und, wie durch das Material in den Medienboxen, Kinder ans spielerische Experimentieren herangeführt. Wirtschaftsunternehmen und Institutionen unterstützen die Initiative. Die Koordination läuft in Duisburg über die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) und die Universität Duisburg-Essen.
Um alle Kindergärten und Kindertagesstätten gerecht zu behandeln, sollte in jedem Stadtbezirk eine Einrichtung eine Medienbox bekommen. Welche sieben Kitas dieses Glück hatten, wurde unter all denjenigen, die an der Initiative beteiligt sind, per Los entschieden.
GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer sieht das Duisburger Netzwerk auf einem guten Weg: Die Erzieher seien offen für die Anregungen, und die Kinder in den Kitas "überaus interessiert und wissbegierig", sagte er. "Das ist gut so, denn damit kann der Grundstein für die spätere berufliche Laufbahn gelegt werden."
Er denkt also nicht nur an die ersten Schul-, sondern schon an viele kommende Berufsjahre der Nachwuchsforscher und sogar an volkswirtschaftliche Auswirkungen: "Um morgen gute Fachkräfte im Bereich von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu haben, muss man zu innovativen Mitteln greifen." Schlussendlich profitierten davon die Erzieher, die Kinder und sogar der Wirtschaftsstandort Duisburg.
Dr. Wolf-Eberhard Reiff von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, die Partner der Initiative ist, hofft "auf einen regen Austausch zwischen den Kitas, damit möglichst viele Kinder von der von uns gesponserten Ausstattung profitieren."
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