Duisburg: Nasses Einkaufswochenende
VON ANJA STREICHAN - zuletzt aktualisiert: 07.12.2009Duisburg (RPO). Vom Dauerregen am zweiten Adventswochenende profitierten vor allem große Kaufhäuser und das Forum. Beliebt bei den Kunden sind Elektroartikel, aber auch Düfte und Schmuck. Die Umsätze bewegen sich auf Vorjahresniveau.
Das zweite Adventswochenende zeigte sich von seiner regnerischen Seite, trotz Dauerniederschlag fanden aber viele Besucher in die Innenstadt, um am Samstag und am verkaufsoffenen Sonntag Weihnachtsgeschenke einzukaufen.
Auch in den Stadtteilen waren einige Geschäfte am Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. "Viele Geschäfte haben gezielt Werbung gemacht und konnten so einen Imagegewinn erreichen", sagte Wilhelm Bommann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes. Besonders im Forum waren viele Besucher unterwegs, und auch der überdachte Teil der Königstraße konnte punkten.
Starke Monate
Bei den Spielwaren macht das Weihnachtsgeschäft ein Drittel des Jahresumsatzes aus. Besonders im November und Dezember werden die stärksten Umsätze gemacht. Auch für den restlichen Einzelhandel ist die Weihnachtszeit bedeutend: "Dann stellt sich heraus ob die Jahresbilanz stimmt", so Wilhelm Bommann.
"Schließlich will ich nicht vollkommen nass werden, sondern gemütlich shoppen", so eine junge Duisburgerin.
Nur wenige auf dem Sonnenwall
Deswegen fanden wohl auch nur wenige Menschen den Weg auf den Sonnenwall. Boris Roskothen, Inhaber des Spielzeuggeschäfts Roskothen, sah dies aber gelassen. "Nicht die Quantität, sondern die Qualität ist ausschlaggebend. Es kommen viele Kunden hierher, um etwas für ihre Kinder zu kaufen."
Besonders gefragt seien in diesem Jahr Eisenbahnen, Puppen und ausgefallene Brettspiele, so der Spielzeugexperte. Wilhelm Bommann hingegen war mit dem Wetter unzufrieden. "Der Regen verhinderte ein besseres Ergebnis. Dieses nasse, windige Wetter lockt die Kunden nicht in die Stadt, aber die Umsätze sind trotzdem weiterhin auf Vorjahresniveau."
Gäste aus den Niederlanden
Vom Nieselregen profitierten vor allem Große Kaufhäuser. Johanna Groeneweg–de Kron, Filialleiterin der Galeria Kaufhof, freute sich über viele Gäste aus den Niederlanden. "Dort wird Nikolaus viel größer gefeiert als in Deutschland. Deswegen bin ich erstaunt, so viele niederländische Stimmen zu hören."
Für viele sei der Sonntag scheinbar eine Möglichkeit zum Einkauf mit der ganzen Familie. Besonders Schmuck, Elektronik und Düfte lagen an diesem Wochenende bei den Käufern hoch im Kurs. Schlechter wurden hingegen Winterbekleidung und Funktionsjacken verkauft.
Die Jüngsten konnten sich über einige Alternativen beim Einkaufen mit den Eltern freuen. So besuchten Nikolaus und Christkind das Forum und sorgten mit kleinen Geschenken für festliche Stimmung. Andere nahmen ihre Kinder gerne zum Einkaufen mit, um so die genauen Wünsche des Nachwuchses zu erfahren.
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