Duisburg: Netzwerk an Senioren-Angeboten
zuletzt aktualisiert: 05.05.2009Duisburg (RPO). Über 100 000 der fast 500 000 Bürger der Stadt sind 65 Jahre und älter – Tendenz zunehmend. Es sind einerseits Menschen mit hoher Aktivität (Ehrenämter) und gehören andererseits einem Alter an, in dem sie sich nicht immer allein zurecht finden können. Aktive Senioren, das sind beispielsweise die Mitglieder der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus, und die wird, zusammen mit der Duisburger SPD, zum Tag der älteren Generation am Mittwoch, 6. Mai, Aktionen und Informationsstände bieten. Oberbürgermeister-Kandidat Jürgen C. Brandt, Wilhelm Hamacher, stellvertretender Vorsitzende des kommunalen Beitrates, und Heinz Henkel, Vorsitzender der AG 60plus, erläuterten gestern ihre Vorstellungen für eine kommunale Seniorenpolitik.
Vier große Themen stehen für die SPD auf dem "Duisburg-Plan". Mit "Nicht allein und nicht ins Heim" wünschen sich die Sozialdemokraten mehr alternative Wohnformen mit möglichst größerer Flexibilität als heute. Unter dem Stichwort Alltagsassistenz soll ein Netzwerk von Angeboten aufgebaut werden, das den älteren Menschen die Flexibilität daheim erhalten und erweitern soll. Wohlfahrtsverbände und Private sollten dafür eine zentrale Anlaufstelle schaffen, wo, so Brandt, "ohne Apothekerpreise individuelle Pakete für Menschen zwischen 60 und 95 geschnürt werden können".
Der dritte Schwerpunkt betrifft die Sicherheit. Senioren sollen sich in "angstfreien Räumen" aufhalten können. Damit sind die öffentlichen Verkehrsmittel ebenso gemeint wie der Friedhof und die abendliche Fußgängerzone. Der vierte Punkt: mehr Plätze als bisher in der Kurzzeit- und Tagespflege. Ein großer Wunsch ist überdies, dass Seniorenbeiräte den Status von Ausschüssen bekommen, um nicht nur empfehlen, sondern auch beschließen zu können.
Diese und andere Themen sollen bei den Aktionen am 6. Mai angesprochen werden. Die Infostände der AG 60plus: Walsum, Seniorenzentrum Plus, Jupiterstraße, 11 bis 17 Uhr; Hamborn/Marxloh, Im Brahm-Center, 10 bis 12 Uhr; Meiderich Basar Ecke Kirchstraße, 10 bis 13 Uhr; Stadtmitte, Oststraße, 10 bis 14 Uhr; Homberg, Bürgermeister-Bongard-Straße, 10 bis 13 Uhr; Hochemmerich, Fußgängerzone, 10 bis 14 Uhr; Großenbaum, Bahnhofsvorplatz, 14 bis 18 Uhr.
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