Duisburg: Neue Farbe fürs Theater
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 11.07.2008Duisburg (RPO). In diesen Wochen wird die Fassade des Stadttheaters komplett saniert. Dabei geht es auch Schäden, die der Tornado vor vier Jahren verursacht hat. Für die Restaurierung der Obermaschinerie wird ein Zeitplan erstellt.
Die Fassade des Duisburger Stadttheaters ist inzwischen komplett eingerüstet. Die beiden Mitarbeiter der Duisburger Malerfirma, die den durchaus Prestige-trächtigen Auftrag bekommen hat, konnten ihre Arbeit bereits aufnehmen.
Am 8. August soll mit dem Abbau des Gerüsts begonnen werden, da das Stadttheater beim Citylauf am 14. August als Organisationsstätte genutzt werden soll. Ute Saalmann, Leitende Verwaltungsdirektorin Theater, ist zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann.
Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, soll die Theaterfassade „wie neu aussehen“. Es versteht sich, dass der Anstrich im traditionellen beige-weißen Ton erfolgt. Die Farbe werde so ausgewählt, dass sie sich gut mit dem Untergrund verbindet und zugleich ökologisch unbedenklich ist, sagte Ute Saalmann. Die Fassade wird aber nicht nur neu angestrichen. Vielmehr werden nun endlich die Restschäden beseitigt, die der Tornado vor vier Jahren verursacht hatte. Damals, am 18. Juli 2004, fegte eine in Duisburg zuvor noch nie dagewesene Windhose eine Schneise durch die Stadt.
IMD und Theater
Die gesamten Sanierungsmaßnahmen am Theatergebäude werden in Zusammenarbeit von Theaterverwaltung und Immobilienmanagement Duisburg (IMD) durchgeführt. Die Sanierung der Obermaschinerie, die 2011 abgeschlossen sein soll, wird mit insgesamt vier Millionen Euro kalkuliert.
Das Stadttheater gehörte zu den am schwersten beschädigten öffentlichen Gebäuden. So wurde unter anderem das Dach über der Fassade leicht angehoben. Vor vier Jahren habe man sich darauf beschränken müssen, die Sicherheit des gesamten Baus zu gewährleisten. Bei der jetzigen, durchaus turnusmäßigen Restaurierung würden vor dem Anstrich kleine Löcher und Risse im Mauerwerk zugeschmiert, berichtete Ute Saalmann. Das habe nicht nur kosmetische Gründe, sondern verhindere langfristig Wasserschäden und dergleichen. Alle zehn bis zwölf Jahre wird die Hauptfassade des Theaters angestrichen.
Doch nicht nur an der Fassade tut sich etwas. Auch innerhalb der Theaterwände finden in der Sommerpause – vergleichsweise kleine – Arbeiten im Treppenhaus statt. Auch werden Teile des Teppichbodens neu verlegt.
Nicht zuletzt gehen in diesen Tagen viele Fachleute durchs Haus, um die großen Sanierungsarbeiten bei der Obermaschinerie in den kommenden drei Jahren zu planen. Abschnittsweise soll in den nächsten Sommerpausen die mittlerweile nicht mehr reparaturfähige Obermaschinerie mit neuen Zügen für Podeste und Kulissen versehen werden. Dazu gehört auch eine neue Verankerung der Maschinen im 35 Meter hohen Bühnenturm. Auch die Bedienungspulte werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Die Arbeiten sollen ohne Unterbrechung des üblichen Spielbetriebs durchgeführt werden. Damit das gelingt, müsse die Reihefolge der notwendigen Sanierungsmaßnahmen mit den verschiedenen Fachfirmen genau abgestimmt werden, sagte Ute Saalmann.
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