Duisburg: Neue Kirche wird eingeweiht
zuletzt aktualisiert: 17.01.2009Duisburg (RPO). Am Franz-Lenze-Platz ist ein neues evangelisches Gotteshaus gebaut worden, das am Sonntag, 25. Januar, der Gemeinde übergeben wird. Der Neubau war preiswerter als die Sanierung des Christus-Gemeindehaus.
13 Monate liegen zwischen dem ersten Spatenstich und der Einweihung der neuen evangelischen Kirche am Franz-Lenze-Platz in Vierlinden. Sie wird mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 25. Januar, um 15 Uhr in Dienst genommen und der Gemeinde übergeben.
Mit dem Kirchenneubau kommt ein langjähriger Beratungsprozess zu einem guten Ende. Dazu der Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrer Heiko Dringenberg: "Der Strukturwandel in der Region macht vor den Kirchentüren nicht halt. Unsere Gemeinde ist kleiner geworden, unsere Gemeindeglieder älter. Wir stehen häufiger auf Friedhöfen als an Taufbecken." Die Folge: rückläufige Finanzmittel, Schließung von Kindergartengruppen, der völlige Umbau der Kirchengemeinde. Das Overbrucher Paul-Gerhardt-Haus wurde an die evangelische Altenhilfe Duisburg verkauft, die dort Wohneinheiten für Menschen mit Behinderungen errichten wird, andere Immobilien wie der frühere Kindergarten an der Bahnhofstraße, Küster- und Pfarrwohnungen fanden neue Besitzer. Auch das 50 Jahre alte Christus-Gemeindehaus am Franz-Lenze-Platz musste aufgegeben werden. Dringenberg: "Seine Sanierung wäre teurer geworden als der jetzige Neubau, der rund 1,2 Millionen Euro gekostet hat. Das Presbyterium hat nach intensiven Beratungen entschieden, dass die beiden Pfarrbezirke Overbruch und Vierlinden-Mitte sich künftig das Kirchenzentrum teilen werden. Die Wahl des Standortes zeigt, dass wir die Kirche im Dorf lassen und auch weiterhin Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen wollen."
Chronik
Herbst 2000 Klausurtagung des Presbyteriums auf Borkum; erste Überlegung zur Reduzierung von Gemeindehäusern.
15. Juni 2008 Grundsteinenthüllung des neuen Gemeindezentrums.
1. Februar 2009 Entwidmung der Predigtstätte im Paul-Gerhardt-Haus.
Das neue Gotteshaus ist nach Plänen der Weseler Architekten Eberl und Lohmeyer erbaut worden. Es besitzt einen Kirchsaal mit 100 Plätzen. Im Bedarfsfall können weitere Räume zugeschaltet werden, in denen das Begegnungs- und Beratungszentrum für Senioren untergebracht ist. Der Treff älterer Mitbürger bekommt in der Kirche ebenso ein neues Zuhause wie andere Gemeindegruppen, für die im Obergeschoss Platz ist. Die beiden Kochclubs freuen sich über eine offene Küche im Erdgeschoss. Hier wie anderswo im Haus hat die Gemeinde Früheres bewahrt. Buntglasfenster, Glocken, Orgel und Grundstein wurden aus den aufgegebenen Gemeindehäusern mit in die neue Kirche genommen.
Dringenberg: "Wir fangen nicht bei Null an, sondern knüpfen an die Arbeit in den früheren Häusern an. Das macht auch die Gästeliste deutlich. Zur Einweihung am 25. Januar haben sich neben dem Superintendenten des Kirchenkreises und vielen anderen Gästen auch die früheren Pfarrer der Gemeinde Renate Schart, Horst Hitz, Heinrich Teubel und Hermann Deeters angesagt."
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