Duisburg: Neue Kritik am Loveparade-Konzept
zuletzt aktualisiert: 05.02.2011 - 14:41Experten haben am Samstag in Duisburg darüber beraten, wie es zur Loveparade Katastrophe mit 21 Toten am 24. Juli 2010 kommen konnte. Unter den rund 70 Teilnehmern waren neben Juristen auch Fachleute aus dem Bereich Veranstaltungstechnik.
Bei den Beratungen wurde neue Kritik am Veranstaltungskonzept laut. So führte der Wittener Rechtsanwalt Frank Eikmeier aus, das Veranstaltungsgelände, das sich später als völlig ungeeignet erwies, sei aus wirtschaftlichen Erwägungen ausgewählt worden. Da es eingezäunt werden konnte, sei es möglich gewesen, einer einzelnen Cateringfirma ein Monopol zu sichern.
Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP), dessen Anwaltskanzlei die Interessen von Loveparade-Opfern vertritt, fragte in einem leidenschaftlichen Diskussionsbeitrag, "wann und von wem wir denn endlich kompetente Auskunft über die Abläufe am Unglückstag und ihre Hintergründe bekommen". Nur dann seien ähnliche Ereignisse künftig vermeidbar. Veranstalter der Tagung waren die Initiative Massenpanik-Selbsthilfe und ein Nachrichtenportal.
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