Duisburg: Neue Schulmaterialkammer
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 10.03.2009Duisburg (RPO). In den vergangenen Jahren stellte die Caritas fest, dass ihre Schulmaterialkammer in der Innenstadt von zahlreichen Bürgern aus dem Duisburger Süden genutzt wird. Deshalb wird es das Angebot in Zukunft nun auch im Süden geben.
Buchholz Der erste Schultag ist im Leben eines Kindes ein aufregender Tag. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, auf den sich die meisten freuen. Doch für manche Eltern ist die Einschulung ihrer Kinder mit finanziellen Problemen verbunden. Tornister, Stifte, Malkasten, Hefte und Bastelutensilien reißen große Löcher ins Budget eines Hartz IV-Empfängers. Dies hat die Caritas in Duisburg erkannt und deshalb gibt es bereits in Hamborn und Stadtmitte jeweils eine Schulmaterialkammer der Gemeindecaritas. Im Sommer nun eröffnet eine solche Stelle auch im Duisburger Süden, und zwar im neuen Begegnungs- und Beratungszentrum des Caritascentrums Süd an der Sittardsberger Allee.
"Im vergangenen Jahr haben wir bei der Ausgabe in Stadtmitte festgestellt, dass dort auch rund 100 Familien aus dem Duisburger Süden Material abgeholt haben", sagt Horst Ambaum, zuständig für den Fachbereich Gemeindecaritas. "Das hat uns veranlasst, nun auch eine Schulmaterialkammer im Süden einzurichten."
Bescheinigung benötigt
Platz dafür wird im neuen Begegnungszentrum im Haus St. Nikolaus geschaffen, das am 1. April dieses Jahres eröffnet wird. Dort können dann im August die Eltern all das bekommen, was ihre Kinder in der Schule so brauchen. Das Angebot soll aber nicht nur für Hartz IV-Empfänger gelten. "Es gibt auch andere, die darauf angewiesen sind", sagt Ambau. Deshalb hat die Gemeindecaritas Kontakt zu den Kindergärten aufgenommen, die genau wissen, in welchen Familien das Geld knapp ist. "Wenn die Kindergärten den Familien eine Bescheinigung ausstellen, bekommen sie bei uns auch das Material", sagt Ambaum.
Das wird übrigens nicht verschenkt. "Jeder wird gebeten, einen kleinen Obolus zu entrichten, jeweils nach seinen Möglichkeiten", sagt Ambaum. Von dem Geld wiederum wird neues Material angeschafft. Damit auch immer genügend Stifte, Hefte und Malkästen vorhanden sind, hofft die Caritas auf Unterstützung. Gesucht werden sowohl Sach- wie auch Geldspender. So könnten beispielsweise auch Kindergärten oder Schulen die Schulmaterialkammer unterstützen und beim Sommerfest Aktionen für diesen Zweck starten, schlägt Ambaum vor. Er jedenfalls hofft auf die Solidarität im Stadtbezirk, denn schließlich geht es um die ganz konkrete Unterstützung von Kindern.
Für den Start rechnet Ambaum mit einem benötigten Grundstock von 10 000 Euro. Wird im Süden weniger abgefragt als angenommen, können die beiden anderen Ausgabestellen davon profitieren, schließlich arbeiten alle unter einem Dach, nämlich dem der Caritas.
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