Duisburg: Neue Turnhalle mit Sportprogramm eingeweiht
VON SONJA BROWATZKI - zuletzt aktualisiert: 18.02.2010Duisburg (RPO). Rheinhausen Wünsche der Kinder flattern an heliumgefüllten Ballons. Sanft steigen sie zur frisch renovierten Decke, als Oberbürgermeister Adolf Sauerland sie frei gibt. Die Sporthalle der Willy-Fährmann-Realschule ist runderneuert. Nach siebeneinhalb Monaten können die Schüler an der Ulmenstraße wieder in der eigenen Sporthalle unterrichtet werden. Finanziert wird die 900 000 Euro teure energetische Sanierung mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II.
Seitenhieb auf Kritiker
Die Schüler feierten ihre neue Halle gestern gemeinsam mit Gästen aus Politik und Elternvertretung mit einem bunten Sportprogramm. Man wolle "allen Besuchern einmal zeigen, wozu wir als Schule so eine Sporthalle überhaupt nutzen und dringend brauchen", erklärte Schulleiter Ulrich Heuck. Neben Ein- und Kunstradfahrern gab es Darbietungen der Judo-AG, Comedy und Musik des Schulchores.
Adolf Sauerland nutzte seine Rede auch, um einen kleinen Seitenhieb auf die Kritiker der Baustelle am Hochemmericher Marktplatz auszuteilen. Er lobte die Kinder für ihre Geduld und ihr Wissen, "dass zu einer Baustelle nun einmal Bagger und Einschränkungen gehören". Dieses Wissen sollten sie möglichst mit denen teilen, die sich daran störten. Man habe im Gegensatz zu vielen anderen Städten "nicht nur investiert, sondern auch schon abgerechnet", betonte er außerdem.
Das Geld jedenfalls ist an der Ulmenstraße gut genutzt worden. Eine Solaranlage auf dem Dach sorgt für warmes Wasser. Die neue Fußbodenheizung funktioniert mit Fernwärme. Das ganze Gebäude ist behindertengerecht und mit einer so genannten "Gehörlosenschleife" ausgestattet. "Kabel sind im Boden verlegt und können auf einer bestimmten Frequenz Signale übertragen, die gehörlose Menschen mittels einen Hörgerätes empfangen können, so dass kein Blickkontakt zum Trainer mehr zwingend erforderlich ist", erklärte Jörg Neles vom Immobilienmanagement Duisburg (IMD).
Freude durch Sparpläne getrübt
Dorothee Bruckmann, "Gründungsmitglied" der Schule, lobte die Schüler für ihre Kooperation während der Bustransporte zur Ausweich-Turnhalle: "Auch wenn der Bus wegen schlechten Wetters mal später kam, die Schüler waren äußerst geduldig." Die aktuelle Freude war nur durch die Debatte um die Sparmaßnahmen der Stadt getrübt. "Ich hoffe, dass wir diese Turnhalle noch lange besporten werden", sagte Heuck.
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