Duisburg: Neues Zentrum für die Altstadt
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 22.08.2009Duisburg (RPO). 50 Jahre lag das City-Grundstück Steinsche Gasse /Beekstraße brach. Noch in diesem Jahr soll dort mit dem Bau eines 22 Millionen Euro teuren Ärztezentrums begonnen werden. Es ist der Startschuss für den Umbau des Stadtquartiers.
Die Hürden sind hoch. "Bei einer Vorvermietungsquote von 80 Prozent fangen wir sofort an", erklärte Max Trapp gestern bei der Vorstellung des Projekts bei der Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft (IDE). Der Geschäftsführer der Trapp Real Estate aus Wesel, die als Projektentwickler fungiert, hat allerdings Grund zum Optimismus: 19 Fachpraxen, die 63 Prozent der Gesamtfläche ausmachen, sind bereits vergeben. Deshalb ist der Baubeginn auch bereits für das vierte Quartal dieses Jahres geplant. Die Bauzeit für das 22 Millionen Euro teure Objekt soll 15 Monate betragen.
Gesundheitspolitisch gewünscht
Neben Fachärzten wie Orthopäden, Augenärzten oder Kiefernorthopäden sollen auch Therapeuten und Logopäden angesiedelt werden. Das bisher bereits in Dinslaken-Hiesfeld ansässige Gesundheitszentrum Lang wird als Betreiber auftreten und die Abläufe koordinieren. Durch die Nutzung gemeinsamer Räume oder medizinischer Technik soll das Zentrum zukunftssicher aufgestellt werden. "Deshalb sind solche Zentren auch gesundheitspolitisch ausdrücklich gewollt", so Dr. Ralf Oehmke.
Weitere Pläne
Das Ärztezentrum soll zum Hansator hin sechs, nach hinten hin vier Geschosse bekommen. Die Bruttogeschossfläche liegt bei rund 16 000 Quadratmetern. In unmittelbarer Nachbarschaft werde schon in Kürze ein neuer Bebauungsplan für die Unterstraße aufgestellt. An Stelle der dort jetzt noch angesiedelten Holzhandlung soll ein neuer Komplex für ein Dienstleistungszentrum und Wohnhäuser entstehen.
Der Geschäftsführer der Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft sieht das Ärztezentrum als Startschuss für den Handlungsschwerpunkt "westliche Altstadt" innerhalb des Foster-Masterplans. Im rückwärtigen Bereich des heutigen unattraktiven Schotterparkplatzes soll eine Grünanlage entstehen, die zur Marienkirche hin offen ist und auch Raum für die Außenterrasse einer Gastronomie bietet. "Wir sind da bereits in Verhandlungen mit gastronomischen Betrieben", berichtete Hermann Lang vom gleichnamigen Gesundheitszentrum. Gesundheitsorientierte Einzelhandel im Erdgeschoss (Apotheke, Optiker, Sanitätshaus) und Dienstleister wie Krankenkasse, Fachanwälte und Steuerberater sollen das Angebot abrunden.
Die Tiefgarage mit rund 150 Stellplätzen soll über die Müllersgasse erschlossen werden, die zu diesem Zweck aufgeweitet werden soll und dann keine Einbahnstraße mehr sein wird. Der zentrale Haupteingang ist an der Steinschen Gasse vorgesehen, dazu kommen zwei Nebeneingänge. In einem weiteren Bauabschnitt könnte sich Oehmke entlang der Beekstraße eine neue Wohnbebauung vorstellen.
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