Duisburg: Organisierte Kriminalität?
zuletzt aktualisiert: 16.08.2007Duisburg (RPO). Offiziell bestreitet die Duisburger Polizei, dass das Thema organisierte Kriminalität in der Stadt eine große Rolle spielt. Doch wer sich umhört, bekommt jede Menge „Angeblich-Geschichten“ zu hören, die sich um tatsächlich stattgefundene Delikte ranken. Hier einige Beispiele.
Fakt ist: Im Juli 2006 brannte in Huckingen an der Mündelheimer Straße des Nachts ein kleines italienisches Restaurant nieder – Brandstiftung. Die traumatisierten italienischen Besitzer haben sich danach zurückgezogen, wollen von einem eigenen Lokal seitdem nichts mehr wissen.
Ähnlich soll es dem Besitzer eines italienischen Restaurants in der Innenstadt ergangen sein. Weil er sich geweigert habe, zu bezahlen, sollen Unbekannte seiner Ehefrau beide Arme gebrochen haben, hält sich in der Stadt hartnäckig das Gerücht.
Fakt ist: Der Inhaber, der sehr gut laufenden Gaststätte verschwand eines Tages von heute auf morgen, versuchte später mit einem anderen Innenstadtlokal sein Glück, das aber inzwischen gleichfalls geschlossen wurde.
Bisweilen hilft die Zeit, die Antworten zu liefern. Als im April 1985 ein Duisburger Diskothekenbesitzer tot in einer Wohnung im Wasserviertel aufgefunden wurde, lief die Suche nach den Tätern ins Leere. Im Zusammenhang mit einem derzeit laufenden Drogenprozess in Düsseldorf sagte auch der mutmaßliche Täter aus.
Glaubt man denjenigen in der Stadt, die beruflich für Sicherheit und Ordnung sorgen müssen und dabei auch immer wieder mit Wirten im Gespräch stehen, gibt es immer mal wieder vorsichtige Hinweise auf Schutzgelderpressung. Allerdings stecke dahinter eher selten ein Kreis, dem Mafia-Kontakte nachgesagt würden. Viel mehr kriminelle Energie entwickelten hier Mitglieder von Banden und Verbrecherorganisationen aus dem Kosovo beziehungsweise aus Albanien.
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