Duisburg mit Video: "Physikern steht die Welt offen"
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 07.07.2010 - 16:53Duisburg mit Video (RPO). Am Dienstag wurde auf dem Duisburger Uni-Campus Deutschlands größter Physik-Schülerwettbewerb eröffnet. Beteiligt haben sich 3075 Nachwuchsforscher – so viele nie zuvor seit Beginn der "freestyle-physics" im Jahr 2002.
Zum neunten Mal wird auf dem Duisburger Uni-Campus der größte Physik-Schülerwettbewerb Deutschlands ausgefochten. In diesem Jahr gab es mit 3075 Nachwuchsforschern einen neuen Teilnehmerrekord. Da reichte das übliche 800 Quadratmeter große Zelt nicht aus, um alle mehr oder weniger genialen Ideen zu präsentieren. Deshalb standen gestern gleich drei Zelte vor dem Zentrum für Brennstoffzellen-Technik.
Die "freestyle-physics", wie der Wettbewerb heißt, sind nicht zuletzt auch eine Werbung für das Physikstudium an der Uni Duisburg-Essen (UDE). Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland, der wieder die Schirmherrschaft übernommen hatte, scheute sich bei seiner Begrüßung nicht, dies auszusprechen. Und die Professoren wiesen darauf hin, dass gerade die Physik an der UDE international einen ausgezeichneten Ruf besitzt. "Wer Physik studiert, dem steht die Welt offen", sagte Prorektor Prof. Dr. Franz Bosbach. Das Physikstudium erschließe viele Berufsfelder: Vom Physiklehrer bis zur Bundeskanzlerin.
Prof. Dr. Michael Schreckenberg ist Physiker
Auch der bekannte Stauforscher Prof. Dr. Michael Schreckenberg ist studierter Physiker. Als er darauf hinwies, dass er sich beruflich mit der Loveparade beschäftige, ging ein Raunen durchs Zelt. Bei den "freestyle-physics" werden Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen aufgefordert, knifflige Aufgaben zu lösen. Die Physikaufgaben, die Anfang des Jahres gestellt wurden, sind: Konstruktion eines Gegenwindfahrzeugs, eine spezielle Briefwaage, ein Elektromotor, eine "Aschenputtelmaschine" zum Sortieren von Kugeln nach Form, Farbe und Gewicht, die Anlage von interessanten Kettenreaktionen, Wasserraketen und eine sogenannte "Schaschlikbrücke".
Dabei soll ausschließlich mit Hilfe von normalen Schaschlikspießen und von Haushaltsgummis eine Strecke von mindestens einem Meter überbrückt werden. Gestern standen die Kettenreaktionen im Mittelpunkt. Mit einer ziemlich aufwändigen Konstruktion beteiligte sich die Arbeitsgemeinschaft Physik des Duisburger Albert-Einstein-Gymnasiums an den "freestyle-physics". Die Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis neun haben unter zurückhaltender Anleitung ihrer jungen Lehrerin Franziska Malik in ihrer Freizeit an Freitagnachmittagen ein labyrinthartiges Gebilde erstellt. Wenn alles funktioniert, dann endet die Kettenreaktion damit, dass eine Wunderkerze entzündet wird – wie ein physikalischer Triumph.
Der Physik-Schülerwettbewerb wird bis einschließlich 2012 von der Stiftung Mercator mit insgesamt 250 000 Euro gefördert. Die "freestyle-physics" enden morgen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







