Duisburg: Pipelinegegner planen weiter
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 20.10.2009Duisburg (RPO). Die BI "COntra Pipeline" rechnet nicht vor Januar 2010 mit dem Beginn der Verhandlungen vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgerichtes. Deswegen stehen die Aktivitäten nicht still, schon jetzt bereiten sich die Pipelinegegner vor.
Auch wenn momentan nicht viel von den CO-Pipeline-Gegnern zu hören ist, heißt das noch lange nicht, dass die Duisburger rund um Initiativen-Sprecher Erich Hennen untätig sind, wie er berichtet. "Wir treffen uns noch immer in der evangelischen Kirche in Ungelsheim und arbeiten in Arbeitskreisen den Klägern der baldigen Gerichtsverhandlung zu. Das ist momentan zwar ein wenig eng, weil wir aufgrund der dortigen Renovierungen nicht den Pfarrsaal, sondern nur einen etwas kleineren Raum nutzen können", berichtet Hennen.
Zudem würden die Duisburger Pipeline-Gegner auch an Treffen aller Bürgerinitiativen gegen die gefährliche Kohlenmonoxidleitung, die auch durch den Duisburger Süden führt, teilnehmen.
Vorbereitungen auf Landtagswahl
Rund 80 Mitglieder gehören der Kerngruppe der BI an. Und eine solche Anzahl sei auch nötig, um den "vielen Schriftverkehr zwischen Kläger und Bayer zu bewältigen", denn die Initiative will immer auf dem neusten Stand sein. "Zudem bereiten wir uns schon jetzt auf die Landtagswahl vor. Wir wollen, dass die Landtagsabgeordneten endlich Farbe in der Frage der Pipeline bekennen. Bisher haben sich nur vier CDU-Abgeordnete und die Grünen gegen die Leitung ausgesprochen", berichtet Hennen.
Am 3. November will sich aus diesem Grund die Bürgerinitiative mit SPD-Landtagsabgeordneten treffen, um diesen die Problematik vor Ort zu erklären und für Unterstützung zu werben.
Zudem hatte Hennen jetzt die Möglichkeit, den Kampfmittelräumdienst in Düsseldorf zu besuchen. Nachdem eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg direkt an der Pipelinetrasse gefunden worden war, hatte sich herausgestellt, dass eine Überprüfung auf Kampfmittel, die im Planfeststellungbeschluss Voraussetzung für eine Inbetriebnahme war, nicht durchgeführt wurde (die RP berichtete). "Wingas hat dabei die Politik belogen und den Politikern falsche Tatsachen vorgespiegelt", so Hennen. N
un sollen nur 3,5 Kilometer der Trasse auf Duisburger Gebiet untersucht werden, auch wenn Hennen und seine Mitstreiter sich etwas anderes wünschen: Wenn es nach ihnen geht, müsste die gesamte Strecke auf Duisburger Gebiet unter die Lupe des Kampfmittelräumdienstes genommen werden. "Das hat auch die Stadt Duisburg gefordert", berichtet der im Ruhestand lebende Sicherheitsingenieur. Jedoch könne er die Entscheidung subjektiv auch nachvollziehen.
Er und seine Mitstreiter hoffen darauf, dass es noch einmal zu einem Treffen mit den Verantwortlichen von Bayer kommen wird. Am liebsten würde Hennen dabei direkt mit dem Vorstandsvorsitzendem des Welt-Chemie-Konzerns, Werner Wenning, sprechen.
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