Duisburg: Plötzlich war der Orden weg
VON KAI DELLER - zuletzt aktualisiert: 14.01.2008Duisburg (RPO). Der Neudorfer Karneval Club hat schon viel Fernseh-Prominenz in den Stadtteil gelockt. Diesmal „traf“ es bei der Verleihung des Medien-Hoppeditz wieder einen Tatortkommissar. Die Auszeichnung wird seit 1991 vergeben und ging am Samstag an Dietmar Bär, alias Fernseh-Kommissar Freddy Schenk, der damit für seine caritative Arbeit geehrt wurde.
Zu dumm nur, dass während der feierlichen Zeremonie der Präsident des NKC, Paul Hegemann, feststellen musste, dass der hohe Orden plötzlich verschwunden war. Humorvoll, wie man es von Karnevalisten erwartet – man vermutete bereits die Journalisten vom Fernsehen hätten die Auszeichnung entführt – wurde dem Schauspieler so zunächst nur provisorisch das Ehrenzeichen verliehen, aber auch ein Scheck im Wert von 3055 Euro für den guten Zweck. Das Geld wird vollständig der Hilfsorganisation „Tatort – Straßen der Welt“ zu Gute kommen, welche Bär 1998 mitbegründet hat. „Ich kann einfach nur Danke sagen“ betonte der Darsteller und wurde mit stürmischem Applaus gefeiert, besonders als dann glücklicherweise doch noch der richtige Orden gefunden und übergeben wurde. Auch das übrige Rahmenprogramm des vier Stunden andauernden Narrenvergnügens in der Gertrud-Bäumer-Schule überzeugte auf ganzer Linie. Erneut zu Gast war die Erkelenzer Funkengarde, deren Funkemariechen über die Bühne wirbelten. Auch der Auftritt der Tanzgruppe Teeniecalypso, Vizeweltmeister des Showtanzes, und die (etwas anzüglichen) Scherze des Bauchredners Gerhard Rother sorgten für heitere und fröhliche Stimmung.
Mit der Veranstaltung war zum 16. Mal der Medien-Hoppeditz und die damit verbundene Spende verliehen worden. Insgesamt hat der Verein bereits über 39 000 Euro gesammelt, die in verschiedene caritativen Einrichtungen geflossen sind. Für den vergleichsweise kleinen Verein ist das eine unglaubliche Erfolgsbilanz.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






