Duisburg: Politik bei Martinsgans im Wedauer Seehaus
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 16.11.2009Duisburg (RPO). So viele Gäste kamen zum Martinsgansessen der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Duisburg, dass zusätzliche Tische und Stühle herbeigeschafft werden mussten.
Ein Grund dafür war vermutlich der Ortswechsel. Trafen sich die Christdemokraten aus diesem Anlass bislang in der Schifferbörse, so waren sie diesmal nach Wedau in das neue Seehaus gekommen – und waren begeistert,
Nach einem kleinen Empfang stimmte MIT-Vorsitzender Benno Lensdorf die Gäste mit seiner Rede auf einen politisch-geselligen Abend ein. Gerade erst zum 1. Bürgermeister der Stadt gewählt, war das für ihn ein besonderes Vergnügen, zumal mit Oberbürgermeister Sauerland auch noch der oberste Stadtrepräsentant anwesend war.
Beide betonten in ihren Ansprachen allerdings auch, dass die nächsten Jahre im Rat der Stadt wegen der unklaren Mehrheitsverhältnisse spannend und für die CDU sehr arbeitsreich werden.
Referent an diesem Abend war Lutz Lienenkämper. Der Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW zog wenige Monate vor der Landtagswahl eine Erfolgsbilanz der Verkehrs- und Baupolitik. Er forderte, dass ab 2011 die Infrastrukturförderungen im Osten und Westen gleichstark ausfallen müssten. Viel zu lange sei nach der Wiedervereinigung bei uns viel zu wenig investiert (beispielsweise in den Straßenbau) worden, stellte er unter dem Beifall der Gäste fest.
Lutz Lienenkämper kündigte an, dass spätestens in 2014 mit dem Ausbau der Betuwe-Linie von Holland nach Deutschland begonnen werde und die Vorarbeiten für den Rhein-Ruhr-Express sehr weit gediehen seien. Wichtiges Projekt (für den Duisburger Hafen) sei die Reaktivierung des Eisernen Rheins, auch wenn es noch Diskussionsbedarf mit der belgischen Regierung gäbe.
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