Duisburg: Popolskis im ausverkauften HundertMeister
VON SIMON PROBST - zuletzt aktualisiert: 18.12.2009Duisburg (RPO). "Guten Abend Duuuusburg!", ruft Pavel Popolski, als er die Bühne betritt. Und er hat noch nicht das erste Lied eingezählt, da ist ihm und dem Rest der Familie der Applaus des Publikums sicher. Die "Erfinder der Popmusik" kamen mit ihrem neuen Programm in die Kulturzentrale HundertMeister und begeisterten ab der ersten Note.
Für die Band ist der HundertMeister etwas ganz Besonderes. "Bei den Sessions lernten sich viele der Bandmitglieder kennen und hier hatten wir unsere ersten Auftritte", erklärt Pavel Popolski. Ihr neues Programm heißt "From Zabrze with Love" und ist die gewohnte und beliebte Mischung aus bekannter Musik im Polkagewand und abenteuerlichen Geschichten der Bandmitglieder.
Im neuen Programm werden nicht nur zwei neue "Mitglieder" der Familie vorgestellt, sondern bekommen auch ein paar Figuren, die bisher eher im Hintergrund waren, einen Platz im Rampenlicht. So erfuhren die Besucher der Konzertes etwas über die zahlreichen Ex-Freunde von Dorota Popolski und warum die "Beziehungen" auseinander gingen oder über die Weltreise vom Bläser Duo Henjek und Stenjek.
Neu dabei ist Bogdan Popolski, der erst einen Blaumann und später einen, wie Pavel Popolski es nannte, "roten Blaumann" trug und Trios "Da, da, da" zu einem Lied über einen Nagel, der nicht in der Wand halten will, machte. Besonders beeindruckend: Die modifizierten Bohrmaschinen, mit denen er Gitarre und Bass gleichzeitig spielte.
Ebenfalls neu ist der schöne Andrzej, der eine zweifelhafte Karriere in der Erwachsenenfilmindustrie hatte und "Porn to be alive" sang, was dann nahtlos in "Je t'aime" überging und jeden im Publikum zum Schunkeln animierte. Aber auch bekannte Figuren, wie der "Tiger von Zabrze", wohlgemerkt im Leoparden-Jackett, hatten einen Auftritt.
Das rund dreistündige Programm bot ausnahmslos neue Lieder und Geschichten. Der Titelsong "From Zabrze with Love" wird gar auf Polnisch gesungen. Lediglich die letzte Zugabe kam vom Band, denn mit ihr wurde dem kürzlich verstorbenen Bandmitglied Hennig Schwarzhoff gedacht.
Wer die Popolskis einmal live erleben möchte muss sich beeilen, die Tickets sind sehr begehrt. Das Konzert war seit November ausverkauft. Im Januar aber starten neue Folgen der "Popolski Show" im WDR Fernsehen und im Sommer sogar im ersten Programm. Außerdem gehen sie auf eine große Deutschlandtour mit über 100 Konzerten und planen eine DVD.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







