Duisburg: Promis kegelten für einen guten Zweck
zuletzt aktualisiert: 26.06.2007Duisburg (RPO). Ein guter Kern in abbruchreifem Gemäuer: Die Alfred-Hitz-Schule in Bergheim kann ein gutes Vorbild sein. Ein Vorbild für andere Schulen, ein Vorbild für Eltern und Lehrer. Denn dort wurde vor einiger Zeit das Projekt „Schule ohne Rassismus“ ins Leben gerufen. Mit Erfolg. Das geht sogar so weit, dass sich die Schule mit ihren insgesamt 280 Schülern über eine Spende in Höhe von 570 Euro freuen kann.
Das Geld hatte gestern der stellvertretende Bezirksvorsteher Rheinhausens, Rolf Holz, im Gepäck. In einem kleinen Umschlag verpackt, wechselte das Bündel den Besitzer. „Das wandert jetzt direkt auf das Konto des Fördervereins“, sagt Barbara Biella, Vorsitzende des Födervereins an der Alfred-Hitz-Schule. Die stolze Summe kam bei einer wieder ins Leben gerufenen Aktion zusammen: dem Rheinhauser Promi-Kegeln. Dabei rollte die Kugel für einen guten Zweck. In diesem Fall eben für die Alfred-Hitz-Schule und ihre Vorhaben. Rolf Holz, als Verkehrssicherheitsberater an Duisburger Schulen unterwegs, kennt die Alfred-Hitz-Schule schon seit längerem. „Es gibt viele Berührungspunkte“, erklärt er die Wahl.
Zunächst wird das Geld aber auf dem Konto des Fördervereins der Schule „geparkt“. Denn schließlich gibt es genügend Zwecke, für die die Spende verwendet werden kann. Da wären beispielsweise die Streitschlichter oder aber die Schulsanitäter. „Auch das Thema Reisen ist für unsere Schule und Schüler wichtig“, erzählt Schulleiterin Barbara Laakmann. Im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus“ besuchten Alfred-Hitz-Schüler Holocaust-Gedenkstätten in Polen. Innerhalb von sechs Jahren steuerten die Schüler bereits drei Mal das Nachbarland an. Auch Zuschüsse zu Klassenfahrten könnten von dem Geld der Kegler ermöglicht werden.
Übrigens: Seit 2004 fand das Promi-Kegeln in Rheinhausen nicht mehr statt. In diesem Jahr ließen sich insgesamt zehn Rheinhauser nicht lange bitten: Volker Seemann (Bauverein Rheinhausen), Reiner Friedrich (SPD), Klaus Mönnicks (CDU), Karsten Vüllings (BL), Joachim Feldhaus (JoFe Immobilien), Horst Schmitz (KG Blau-Silber), Reiner Sanner (Bezirksamt Rheinhausen), Ulrich Schellhöh (Steuerberater), Hans Medewitz (Autohändler) und eben auch Rolf Holz (SPD). Auch der Wirt der Gaststätte „Zur Linde“, Peter Alders, war zeitweise mit von der Partie. Er stellte übrigens auch das Drei-Gang-Menü des Abends zur Verfügung: Er spendierte das Essen, die Promi-Kegler bezahlen dafür, der Erlös wanderte in die Kegelkasse.
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