Duisburg: Proteste gegen Leiharbeit und Lohndumping
zuletzt aktualisiert: 24.02.2011 - 08:00Mehr als 500 Stahlarbeiter haben am Donnerstagmorgen in Duisburg zum Auftakt des bundesweiten Aktionstages gegen Leiharbeit ein "Feuerwerk" abgebrannt.
Um 5.30 Uhr begann der Protesttag der IG-Metall am Tor 1 vor dem ThyssenKrupp-Werk in Duisburg. Mit Fackeln, Leuchtkerzen, Nebel und Scheinwerfer machten die Metaller auf Lohndumping und Leiharbeit aufmerkasam. Es war der Auftakt zu einem bundesweiten Tag der Proteste.
Mit dem bundesweiten Aktionstag wollen die Gewerkschaften gegen Lohndumping in der Leiharbeit protestieren. Allein in Nordrhein-Westfalen würden sich über 400 Betriebe beteiligen, teilte die IG Metall NRW in Düsseldorf mit. Gemeinsam mit der Stammbelegschaft wollen Leiharbeiter dabei gleiches Geld für gleiche Arbeit einfordern.
Aktionen sind neben Duisburg unter anderem auch in Dortmund und Köln geplant. In Essen wird der zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, um 9.15 Uhr auf einer Kundgebung vor der Firma Kennametal Widia sprechen. In Düsseldorf wird der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) NRW, Andreas Meyer-Lauber, um 9.00 Uhr vor dem Daimler-Sprinter Werk eine Rede halten.
Hintergrund der Aktionen ist eine Sitzung des Bundestags am Donnerstag, auf der die Abgeordneten über ein verändertes Arbeitsnehmerüberlassungsgesetz beraten werden.
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