Duisburg: Psychologische Verstärkung
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 06.01.2007Duisburg (RPO). Der Bunte Kreis, ein gemeinnütziger Verein, der Nachsorge für zu früh geborene, chronisch oder schwerstkranke Kinder bietet, hat eine neue Halbtagskraft, finanziert durch die „Aktion Mensch“.
Von ihrer neuen Arbeit ist Henrike Biersch begeistert, auch wenn sie es mit schweren Schicksalen zu tun hat. „Aber man kann oft mit geringen Mitteln schon einiges erreichen“, sagt die Psychologin. Sie ist die neue Mitarbeiterin beim Bunten Kreis Duisburg, einem gemeinnützigen Verein, der Nachsorge für zu früh geborene, chronisch oder schwerstkranke Kinder anbietet. Und da die „Aktion Mensch“ die Förderung einer Psychologen-Teilzeitstelle bewilligt hat, konnte Henrike Biersch ihre Stelle im November antreten.
Dr. Thomas Karst, Vorsitzender des Vereins, ist froh über jede Verstärkung und jeden Euro, der dem Bunten Kreis zufließt. Denn der Bedarf an Hilfe ist groß. „Wenn wir mehr Mitarbeiter hätten, könnten wir mehr Fälle übernehmen“, sagt Hendrike Biersch. „Derzeit müssen wir leider manchmal die Übernahme ablehnen.“ Rund 60 Familien werden im Jahr vom Bunten Kreis betreut, manche nur wenige Wochen lang, manche Monate oder gar ein Jahr lang.
Fördernde Mitglieder
Der Bunte Kreis finanziert sich über Spenden, zugeteilte Bußgelder und durch die Beiträge der fördernden Mitglieder.
Davon gibt es derzeit 33. Mitglied werden kann jeder, einen Mindestbeitrag gibt es nicht.
Mehr über den Bunten Kreis, Heckenstraße 22, kann man im Internet unter www.bunter-kreis-duisburg.de erfahren.
Der Bunte Kreis wird immer dann aktiv, wenn Eltern und ihre kranken Kinder zu Hause Hilfe brauchen. In der Klinik ist noch alles geregelt, doch in den eigenen vier Wänden treten oft Komplikationen auf. Hier setzt die Hilfe des Vereins an. Neben der psychologischen Betreuung gibt es auch Unterstützung bei Behördengängen und die Koordination mit anderen Diensten. Denn das ist der Vorteil des Bunten Kreises: Die Weg zu entsprechenden Einrichtungen sind kurz, weil neben Vertretern der Kliniken mit Kinderabteilungen auch das Institut für Jugendhilfe, der Verein „Frühe Hilfen, Kinderärzte und freie Therapeuten dem Vorstand des Vereins angehören.
Neben ihrer Arbeit mit den Familien ist Henrike Biersch auch Ansprechpartnerin in den Kliniken und sie übernimmt administrative Aufgaben. Zunächst wird ihre Stelle für drei Jahre von der „Aktion Mensch“ gefördert. Dr. Thomas Karst hofft deshalb, dass die Arbeit demnächst zumindest teilweise von den Krankenkassen honoriert wird.
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