Duisburg: Rätsel um den „schwarzen Mann“
zuletzt aktualisiert: 08.11.2008Duisburg (RPO). Ein merkwürdiger „Fall“, der eine negative Eigendynamik entwickelt hat, beschäftigt seit knapp zwei Wochen die Duisburger Kriminalpolizei. Da soll ein Unbekannter Kinder vor der Mevissen-Grundschule in Rheinhausen-Bergheim angesprochen haben, ein „schwarzer Mann“, weil er eine schwarze Hose und eine schwarze Jacke getragen haben und ein schwarzes Auto fahren soll. Nachdem Kinder das Kennzeichen eines schwarzen Autos notiert hatten, aus dem angeblich besagter Mann ausgestiegen war, besorgte sich ein Vater übdie Daten des Halters. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Fahrzeughalter. Doch Kriminalkommissar Udo Trabant ist sicher: „Nach unseren Gesprächen mit diesem Mann gibt es keinerlei Verdacht gegen ihn. Er ist hundertprozentig nicht der ,schwarze Mann’“. Aus Angst vor weiteren Repressalien habe er sogar schon seinen Wagen mit dem mit seines Vater getauscht.
Unter den Eltern der Schule, so die Polizei, habe so etwas wie „stille Post“ gegeben. Dadurch seien mit einem Mal viele Hinweise auf den „schwarzen Mann“ und ein schwarzes Auto eingegangen, die aber wohl nicht miteinander übereinstimmten. Jedenfalls seien die Einzelauskünfte von Kindern unterschiedlich und widersprüchlich gewesen. Die Eltern hatten sogar gefordert, dass der Martinszug vor einigen Tagen unter Polizeischutz gestellt werden sollte. Inzwischen versucht auch die Schulleiterin, beruhigend auf die Eltern einzuwirken.
Polizeisprecher Ramon van der Maat: „Wir nehmen die Sache sehr ernst und gehen jedem Hinweis nach. Auch Streifendienst und Bezirksbeamte sind informiert und gehen gezielt Streife. Wir warnen allerdings vor Tendenzen zur Bürgerwehr, wie sie sich hier abgezeichnet haben. Der Mann, den die Eltern hier ins Visier genommen haben, hat nichts mit der Sache zu tun!“
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