Duisburg: Rekord: 1013 Läufer im Innenhafen
VON MARC SCHMITZ - zuletzt aktualisiert: 18.08.2008Duisburg (RPO). Er ist keine Massenveranstaltung, und genau das macht ihn aus. Der Duisburger Innenhafenlauf, der am Wochenende bereits seine neunte Auflage feierte, zählt zwar zu den bedeutendsten Volksläufen der Stadt, doch die Jagd nach immer neuen Teilnehmerrekorden ist für die Organisatoren aus der Leichtathletikabteilung der Eintracht Duisburg traditionell nicht das Hauptaugenmerk.
„Wir wollen den Läufern, die bei uns an den Start gehen eine optimale Betreuung garantieren, wenn sie es uns mit zahlreichem Kommen danken, ist es umso schöner“, lautet die Maxime von Klaus Waschkowitz, dem Abteilungsleiter der Athleten aus Duisburgs ältestem Sportverein. Die Aktiven dankten es der Eintracht. Mit 1013 Läufern durften die Macher des Laufs am Ende des Tages tatsächlich einen neuen Rekord feiern.
Vorbei an Küppersmühle und Legoland drehte das Feld seine Runden um das Wasser, gequält von trockener Luft und den Futterneid erzeugenden Düften der angrenzenden Gastronomie und angefeuert von der lautstarken und spontan gegründeten Fankurve eines Junggesellinnen-Abschiedes. Am Innenhafen geht es nicht durch den Wald, aber durch die sich jährlich verändernde Szenerie entsteht eine Atmosphäre, die in der Region wahrhaft einzigartig ist.
Konzert mit „Granufunk“
Während die Starterfelder auf der Strecke also in Rekordumfang um das runderneuerte alte Hafenbecken keuchten, gab es am Rande des Kurses Lücken zu beklagen. „Wir mussten gegen die Konkurrenz aus Nostalgiemarkt und Stadtwerkefest ankämpfen. Leider haben uns die Events in der Innenstadt einige Zuschauer gekostet“, bedauert Eintracht-Pressesprecher Frank Riether den vergleichsweise geringen Zulauf beim Rahmenprogramm. So spielte die Band mit dem originellen, an ein Blasenmedikament angelehnten Namen „Granufunk“ in den Abendstunden vor einer halbleeren Wiese, die nur durch das typische Läuferpublikum aus Aktiven und deren Angehörigen bestand.
Ein Gutes hatte der geringe Andrang am Abend für diejenigen, die bis zum Schluss geblieben waren. Die Chancen, bei der stattlich bestückten Tombola einen der Preise abzuräumen, wuchsen sprunghaft an. Geschenkgutscheine, Konzertkarten für Nena und zwei Flugreisen nach Mallorca krönten den Tag für einige der Besucher.
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