Duisburg: Rhein-Romantik
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 28.05.2009Duisburg (RPO). Die sollen die Besucher des Rheinpark ab dem kommenden Jahr genießen können, wenn das Parkrestaurant fertig ist. Für Bewirtung und Bedienung sorgen Behinderte und Nicht-Behinderte.
Es war sehr windig, kühl und bewölkt, als Duisburgs grüner Stadtdirektor Dr. Peter Greulich gestern vom Sonnenuntergang mit Logenplatz am Strand schwärmte. Das alles geschah im Rheinpark in Hochfeld, Duisburgs neue grüne Oase mit Sandstrand und Rheinblick – und bei entsprechend gutem Wetter eben auch mit Logenplatz und Sonnenuntergang.
Spätestens ab der Biergartensaison im nächsten Jahr wird der Park auf dem alten Industriegelände an der Wanheimer Straße eine eigene Gastronomie in einem 150 Quadratmeter großen Gebäude haben. Mit einem gewaltigen Kraftakt ist es der Stadtspitze gelungen, so viele Sponsoren zusammenzubringen, dass die Gastronomie ohne Geld aus der Stadtkasse gebaut (und später betrieben) werden kann.
Snacks und mehr
Die "Lebenshilfe Solingen", die das neue Restaurant übernehmen will, betreut bereits eine Eissporthalle, ein Cateringunternehmen und einige gastronomisch-touristische Einrichtungen.
Das Restaurant wird 28 Innen-Plätzen sowie eine große Küche mit Ausgabeschaltern für "schnelle" Snacks haben.
Durch die Bewirtschaftung wird eine bessere Kontrolle des Parks möglich, in dem es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Zerstörungen kam.
Die Duisburger ARGE wird die Arbeitskräfte bereit stellen, die das Gebäude nicht nur bauen, sondern, so ARGE-Chef Norbert Maul, "mit diesem Vorzeigeobjekt auch ihre Berufschancen verbessern". Die "Lebenshilfe Werkstatt für Behinderte", Solingen, die über reichlich Erfahrung im Betrieb von integrativen Gastronomien verfügt, will Betreiber werden. Duisburgs König-Brauerei und die RheinfelsQuelle sowie die Sparkasse und die Wirtschaftbetriebe haben sich gleichfalls als Sponsoren in das etwas 350 000 Euro teuere Projekt eingebracht.
Stadtdirektor Dr. Greulich war es gestern ein großes Anliegen, den Einsatz von Behinderten und Nicht-Behinderten im Rheinpark herauszustellen. Wie erfolgreich eine solche Zusammenarbeit funktioniere, zeige das Restaurant "Kleiner Prinz" an der Schwanenstraße. Bis das neue Gebäude im kommenden Jahr fertig ist, werden die Rheinpark-Besucher an einer provisorischen Gastronomie mit Getränken und Snacks versorgt. Nach dem Bau des neuen Hauses werden zusätzlich Bars aufgestellt, um den Besuchern den Aufenthalt am Rheinstrand noch angenehmer zu machen.
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