Duisburg: Ritterspiele und Steckenpferde
VON JESSICA NARLOCH - zuletzt aktualisiert: 18.10.2008Duisburg (RPO). Es duftet nach offenem Lagerfeuer, über dem Brot backt, und schon von Weitem flöten einem mittelalterliche Töne ins Ohr. „Das Mittelalterfest ist einfach fantastisch“, beschreibt Anja Dittmann, Mutter eines der Kinder die hier zur Schule gehen, die gestrige Atmosphäre auf dem Mittelaltermarkt der Grundschule Mevissenstraße. Ob Ritterspiele, Tänze, Gauklergruppen oder Bärenbändiger, die Besucher fühlten sich nicht nur durch die Musik und die Düfte ins Mittelalter zurückversetzt.
Fünf Tage Vorbereitung
„Dies ist ein Projekt, das wir in enger Zusammenarbeit mit der Grundschule auf die Beine gestellt haben“, erzählt Initiator und Projektleiter Richard Scholl. „Wir bieten den Besuchern ein Riesenspektakel mit Trommeln, Jonglieren, Kostümen und Spielen.“
Doch die Hauptakteure sind natürlich die Kinder, die die ganze Woche über das Fest vorbereitet haben. „Fünf Tage lang haben unsere Kinder vier Stunden täglich gebastelt – Schwerter, Steckenpferde aus ausgestopften Socken, Dekoration“, erzählt Tina Imenkamp stolz. Sie ist nicht nur Mutter eines der Kinder, sie hilft auch aktiv an einem der zahlreichen Spielestände mit. „Ich unterstütze diese Aktion sehr und fände es schön, wenn es jedes Jahr ein Fest mit wechselndem Motto geben würde.“
Die Schüler und Schülerinnen tragen an diesem Tag selbstgemachte Trachten und Umhänge und laufen tanzend und trommelnd über den Schulhof. Auch bei den Showeinlagen spielen sie die Hauptrolle.
Typisch MIttelalter
„Ich finde es toll, dass wir soviel machen konnten und dass es den Eltern gefällt“, erklärt Simon, der in die erste Klasse geht, stolz. Damit die kleinen Ritter und Hofdamen bei Kräften blieben, gab es verkleidete Mägde, die Popcorn und Brezeln verkauften. Alle Speisen wurden typisch für das Mittelalter über offenem Feuer im Topf zubereitet. Wem das zu langweilig war, der konnte sich sein eigenes Stockbrot über dem Lagerfeuer backen.
Unterstützt wurden die Kinder und Lehrer von engagierten Eltern. „Manche von uns haben die ganzen Herbstferien über genäht, damit alle möglichst authentisch aussehen“, erzählt Anja Dittmann. Und während sich die Kinder mit Sackhüpfen, Ritterstoßen und Ballwerfen dem mittelalterlichen Treiben widmeten, liefen begeisterte Eltern, Großeltern diesen mit Fotoapparaten hinterher.
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