Duisburg: Rückblick auf 2004
zuletzt aktualisiert: 29.08.2009Duisburg (RPO). Vor fünf Jahren war der Wahlkampf weit mehr themenbezogen als in diesem Jahr. Das endlos diskutierte, aber über Jahre nicht zur Baureife gebrachte MultiCasa-Projekt (Einkaufszentrum hinterm Bahnhof), der Abriss der Mercatorhalle mit Pleiten bei der Investorensuche für den Neubau beschäftigten die Duisburger damals sehr.
"Duisburg kann besser", behauptete die CDU und stellte ihren damaligen Ratsfraktionschef Adolf Sauerland auf das Schild des Oberbürgermeisterkandidaten. Die SPD hielt an Bärbel Zieling als Spitzenkandidatin fest. Eine Fehlentscheidung, wie sich später zeigte. Denn Sauerland hatte bereits im ersten Wahlgang die Nase vorn (40,2:37,6 Prozent) und entschied die damals noch notwendige Stichwahl überdeutlich für sich (61,2:38,8).
Bei der Wahl des Rates blieb die SPD mit 38 Prozent vorne, die CDU mit 36 Prozent im Nacken. Beide "Großen" büßten aber im Vergleich zu 1999 Stimmen ein. Für die CDU reichte es dennoch auf die "Regierungsbank". Denn sie und die Duisburger Grünen (9,9 Prozent), die sich fast traumatisch an die kurze Zusammenarbeit mit der SPD erinnerten, fanden eine gemeinsame Basis.
Feiern konnten am 2. September 2004 auch die Liberalen. Mit guten Ergebnissen zogen sie ebenso wie die Linken (damals noch PDS ) in den Rat ein. Aber auch die ProBürgerPartei, die DAL, die AMP und die Republikaner schafften es dank nicht mehr vorhandener Prozenthürde mit Kleinstergebnissen ins Rathaus.
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