Duisburg: Rüttgers, Assauer und viel Prominenz
VON MARITA JÜNGST - zuletzt aktualisiert: 20.04.2010 - 18:06Es ist Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen. Und auch der Ministerpräsident des Landes, Dr. Jürgen Rüttgers, eilt derzeit auf Stimmenfang von Termin zu Termin. Montagabend jedoch hatte er sich zwei Stunden lang Zeit genommen, um beim Landhaustreff im Hotel Milser vorbeizuschauen.
Dort war er ganz Privatmann, denn Moderator Michael Bongard wollte mit Rüttgers mal nicht über Politik, sondern über Gott, die Welt und die Familie sprechen. So plauderten die beiden zwischen Vorspeise (Spargelcremesüppchen) und Hauptgang (Spargel mit Kalbschnitzel und Kartoffeln) über Urlaubsreisen nach Südfrankreich, wer bei Rüttgers zu Hause das Sagen hat (seine Frau bei Alltags-Entscheidungen) und die familiären Themen am Frühstückstisch (wie bei anderen Familien auch).
Gästeliste
Viele prominente Gäste
Mit dem Ministerpräsidenten konnte der Landhaustreff – es war der 16. – erneut einen Prominenten auf seiner Liste der prominenten Talkgäste hinzufügen. Schon der Astronaut Ulf Merbold, die Schauspielerin Marie-Luise Marjan sowie Rüttgers Parteikollege Helmut Linssen hatten sich bereits im Landhaus den Fragen des Moderator gestellt.
Plaudern, essen, sich unterhalten lassen, das ist der Mix, aus dem die Landhaustreff-Abende in Huckingen sind. Dazu laden Sponsoren Geschäftsfreunde, Mitarbeiter oder Freunde ein. Schalkes Ex-Manager Rudi Assauer und der WDR-Moderator Jean Pütz gehören inzwischen schon zu den Dauergästen. Diesmal ebenfalls mit dabei: der Kreisvorsitzende der CDU, Thomas Mahlberg, der den Platz am Tisch gleich neben Rüttgers bekam, und Arge-Chef Norbert Maul.
Jürgen Rüttgers präsentierte sich an diesem Abend locker und witzig, ohne wirklich Neues über sein Privatleben zu verraten. Nur so viel: Bei seiner Frau Angelika hat er nach der vergangenen gewonnen Landtagswahl sein Versprechen eingelöst, ihr endlich eine Spülmaschine zu kaufen. Im Urlaub in Frankreich spielt Rüttgers gern im eigenen Ferienhaus den Handwerker. „Ich kenne alle Baumärkte in der Umgebung“. Und wenn er nicht in Urlaub ist, schläft er nach Möglichkeit am liebsten im eigenen Bett.
Protest gegen CO-Pipeline
Dann rief die Küche zum Hauptgang und auch für Rüttgers gab es den angekündigten Spargel. Das Dessert (Erdbeerparfait) jedoch ließ er aus, denn da hatte der den Saal bereits wieder verlassen. Zu diesem Zeitpunkt waren auch die Pipeline-Gegner schon längst wieder nach Hause gegangen. Sie hatten vor der Ankunft des Ministerpräsidenten rund um den Kreisverkehr vor dem Landhaus Milser mit Plakaten gegen die geplante CO-Pipeline von Dormagen nach Krefeld demonstriert.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







