Duisburg: Ruhrort feiert vier Tage lang
VON ANJA STREICHAN - zuletzt aktualisiert: 24.08.2009Duisburg (RPO). Seit Freitag geht das Ruhrorter Hafenfest 2009 über die Bühne. Hafenkirmes, drei Bühnen, ein Mittelalter- und Handwerkermarkt und ein fantastisches Feuerwerk begeisterten bisher schon viele tausend Besucher.
Wenn ein Fest in Duisburg schon fest zur Tradition gehört, dann ist es das Ruhrorter Hafenfest. Bereits zum 16. Mal konnten die Duisburger wieder musikalische Höhepunkte auf insgesamt drei Bühnen, bunte Kirmesatmosphäre. Kultur und kulinarische Höhepunkte genießen.
Als musikalischer Schwerpunkt für die Bühnen an der Schifferbörse und am Richard-Hindorf-Platz galt das Motto "Alles bleibt, Woodstock kommt!". Am Freitagabend sorgten dort "The Lords" für 60er-Jahre- Stimmung. Am Samstagabend begeisterten "The Animals & Friends feat. Spencer Davis". Auf der Bühne im Gourmet-Garten hingegen konnte bei einem Gläschen Wein ruhigen Jazzklängen gelauscht werden. Für Elke Kaiser aus Homberg gehört das Ruhrorter Hafenfest schon lange zu einem perfekten Sommer dazu: "Ich bin schon seit zwölf Jahren dabei. Erst war ich vor allem mit meinen Kindern hier. Jetzt, mit 50, genieße ich aber die andere Seite des Festes. Statt Zuckerwatte und Karussells tanze ich jetzt lieber vor der Bühne."
Tatsächlich hatte das Ruhrorter Hafenfest für jede Altersgruppe etwas zu bieten. Auf einer kleinen Achterbahn, dem Riesenrad und einem Flugsimulator hatten Jung und Alt ihren Spaß. Gruseln konnte man sich in der Live-Action Show, in der man Freddy Kruger und dem "Kettensägenmörder" begegnete.
Auf einem Handwerker- und Mittelaltermarkt oberhalb der Kirmes konnten die Besucher Schmied, Drechsler, Klöpplerin und einem historischen Bäcker über die Schulter schauen. Eine Fahrt durch die schmalen Gassen Ruhrorts in der historischen Postkutsche, mit drei großen Kaltblütern bespannt, war vor allem für Kinder ein echtes Abenteuer. Auch das Kinderfest auf der Museumswiese war eine Attraktion für die jüngeren Besucher des Hafenfestes. Im "Gourmet-Garten" kamen Feinschmecker auf ihre Kosten.
Funkenregen
Der absolute Höhepunkt des Hafenfestes war aber auch in diesem Jahr das gigantische Feuerwerk "Ruhrort in Flammen" am Freitag. Rund 30 Minuten lang waren am Himmel glänzende Fontänen, glitzernder Funkenregen und strahlenden Explosionen zu sehen. Mit musikalischer Untermalung, die im Radio übertragen wurde, strömte ein leuchtender Wasserfall aus Feuer von der Friedrich-Ebert-Brücke.
Ob die Besucher dieses Schauspiel vom Riesenrad der Kirmes, mit einem leckeren Glas Wein in der Hand oder, ganz romantisch, von einer Decke in den Rheinwiesen aus beobachteten, es beeindrucke so sehr, dass viele plötzlich ganz still wurden, während das Feuerwerk die Lichter der Hafenkirmes überstrahlte.
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