Duisburg: Salti über „dreckige“ Rampen
VON SINA ZEHRFELD - zuletzt aktualisiert: 17.04.2008Duisburg (RPO). Im Landschaftspark Duisburg Nord startet am Sonntag die „Dirt Session“. Profi-Fahrer aus der weltweiten BMX- und Mountainbike-Szene treten gegeneinander an. Dazu spielen die „Sportfreunde Stiller“ und weitere Bands.
Das wird eine dreckige Angelegenheit: Die Dirt Session im Landschaftspark Duisburg Nord am kommenden Sonntag, 20. April. Unter dem Dach der „Kraftzentrale“ im Park sind 160 Tonnen Erde über groben Holzkonstruktionen zu Schanzen, Rampen, Hindernissen aufgeschüttet. Auf diesem 70-Meter-Parcours in der Industriehalle treten die besten die besten BMX- und Mountainbike-Fahrer der Welt gegeneinander an, und ein paar Newcomer, die sich beweisen wollen.
Dazu gibt’s was auf die Ohren von Brit-Popper „Jack Peate“, Skate-Punk-Legende „Millencolin“ und „Sportfreunde Stiller“.
Die Dirt-Session versteht sich als BMX- und Mountainbike-Turnier auf World-Cup-Niveau. International als Top-Fahrer gehandelt, treten BMX-Profis wie Ryan Nyquist, Kye Forte und Tobias Wicke gegeneinander an, und Mountainbike-Stars wie Lance McDermott, John Cowan und Timo Pritzel.
Start in 15 Meter Höhe
Insgesamt gehen jeweils zehn Profis als „gesetzte Fahrer“ und drei „Qualifikanten“ an den Start: Ebenfalls Profis, die sich bei der Vorausscheidung „T-Mobile Local Support Dirt Challenge“ durchgesetzt haben. Dabei sicherten sich auch je ein BMX- und ein Mountainbike-Amateur einen Startplatz. Der Name „Dirt Session“ leitet sich vom Fachausdruck für die dargebotene Variante des BMX-Fahrens ab: „Dirt Jump“. Dabei werden Sprünge und Salti mit und auf dem Rad nicht auf sauberem Beton vollführt, sondern auf bröckeligem, staubigem, bei Regenwetter auch glitschigem Lehm.
Auch die Zuschauer sollten sich deshalb nicht unbedingt die feinsten Sonntagskleider anziehen. Bei den Mountainbikern nennt sich die „schmutzige“ Disziplin „Slope Style“. Sie starten in 15 Meter Höhe direkt unter dem Hallendach.
Am Sonntag treten immer zwei Fahrer nach dem K.O.-Prinzip gegeneinander an. „High Noon“ ist um 12 Uhr mittags – dann geht’s in der Kraftzentrale los. Die Jury, die den Spaß nach Punkten bewertet, besteht laut Veranstalter aus „international anerkannten Judges“.
Zwischen Bands und Bikern
Die Bands treten über den Tag verteilt auf. Etwa 4500 Zuschauer finden zwischen Musikbühne und Dirt Jump-Parcours Platz. Karten (19 Euro plus Gebühren an Vorverkaufsstellen) sind noch zu haben, und es gibt auf jeden Fall ein Kontingent an der Tageskasse.
Die „Dirt Session“ läuft unter dem Dach der „T-Mobile Extreme Playgrounds“. Mehr dazu unter www.t-mobile-playgrounds.de
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