Duisburg: Sauwetter setzte Filmteam zu
VON NILS HERRMANN - zuletzt aktualisiert: 27.03.2008Duisburg (RPO). rheinhausen Das zehnköpfige Team um Produzent und Regisseur Michael W. Driesch hatte es nicht einfach. Immer wieder störten unterschiedliche Wetterbedingungen die ersten Außenaufnahmen zu Drieschs neuem Projekt „Die Eylandt-Recherche“ – einer Mischung aus Dokumentation und Spielfilm – die in einem kleinen Waldstück an der Rheinstraße stattfanden.
„Am Morgen war die Landschaft noch mit Schnee bedeckt“, erzählt der Regisseur. Der sei allerdings schnell weggetaut. Dann habe man begonnen Szenen aufzunehmen, die im Rheinhausen von 1944 spielen. Das Kriegsjahr sei nämlich ein Schauplatz von Ereignissen, die einen europaweiten Stromausfall im November 2006 bewirkt haben könnten. Drei mysteriöse Briefe einer Frau namens Josefine Eylandt liefern Grund zu dieser Annahme. Ein Zeitungsreporter, gespielt vom Werberingvorsitzenden und Journalisten Karsten Vüllings, und ein Detektiv, dargestellt vom fernseherfahrenen Schauspieler Steffen Gräbner, gehen der Spur nach und finden Unglaubliches heraus. Was genau, wird erst bei der Filmpremiere am 8. November verraten. Michael W. Driesch hüllt sich in Schweigen. Er gibt nur preis, dass die Uraufführung definitiv in einem Duisburger Kino geplant sei.
Schlüsselszene
Von der Fertigstellung seines Streifens ist der Rheinhauser Produzent und Regisseur noch weit entfernt. Zunächst verheißt der Blick zum stahlblauen Himmel Gutes. Driesch ordnet Probeaufnahmen für eine Schlüsselszene des Films an. Josefine Eylandt, die Verfasserin der geheimnisvollen Briefe, kehrt auf ihrem Fahrrad von Verwandten aus dem Sauerland zurück nach Rheinhausen, um zu sehen, ob ihr Wohnhaus die Bombenangriffe der Alliierten überstanden hat. In einen dicken Wollmantel gehüllt, mit einer Strickmütze auf dem Kopf und einem weißen Schal um den Hals trotz Zarah Jane McKenzie der winterlichen Kälte. Die 26-jährige Mimin, die bereits in dem Grimme-preisgekrönten Werk „Die andere Liga“ mitspielte, schwingt sich auf das klapprige Zweirad – eine Antiquität aus den 20er-Jahren. Sie rollt auf dem von Regenwasser durchtränkten, mit Pfützen und Matsch übersäten Waldweg in Position. Kamerafrau und Assistentin werden mit einem Kran in fünf Meter Höhe gehievt. Michael W. Driesch blickt auf einen tragbaren Monitor, der ihm das aktuelle Kamerabild anzeigt, denn gedreht wird mit digitaler Technik. Dann gibt der Regisseur das Zeichen. „Josefine“ tritt in die Pedale, fährt auf die Kamera zu und bleibt mitten auf dem Weg stehen. Mit schreckgeweiteten Augen starrt sie geradeaus. Schnitt.
Der Computer hilft
Plötzlich öffnet der mittlerweile wolkenverhangene Himmel seine Schleusen. Heftiges Schneegestöber hüllt die Film-Crew ein. An einen Abbruch denkt Driesch nicht. „Das hört bestimmt gleich auf“, sagt er zuversichtlich. Etwas Schnee im Oktober 1944 sei durchaus im Bereich des möglichen. Zudem könne später am Computer noch etwas retuschiert werden. Nur so viele Flocken wie jetzt fielen, passten einfach nicht zu den anderen Aufnahmen, die bereits ohne Schneetreiben gemacht wurden. Das Wetter bessert sich. Alles auf Anfang. Und: Action...
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