Magath in Duisburg: Schalke-Coach will von Krise nichts wissen
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 16.10.2010 - 11:17Felix Magath sprach jetzt im Landhaus Milser beim Landhaustreff. Dabei erzählte er mehr aus seiner Vergangenheit, als über seine Zukunft. Auch Rudi Assauer, Jean Pütz und Ivo Grlic waren unter den Gästen.
Landhaus-Treff
Hausherren beim Landhaustreff sind die beiden Hotelinhaber Rolf Milser und Antonio Pelle. Organisatorin des Treffs ist Sigrid Köllmann.
Der Landhaustreff findet in der Regel dreimal im Jahr statt.
Neben einem Talkgast ist stets auch ein Unterhaltungskünstler eingeladen.
Dass Jean Pütz nicht etwas „mal vorbereitet hat“ und Rudi Assauer nicht direkt zur Zigarre greift, wenn er den Raum betritt, ist selten. Dass aber MSV-Legende Bernd Dietz vorbeischaut und ein wenig gemeinsam geplaudert wird, das ist nicht selbstverständlich.
Es sei denn, es ist wieder Landhaustreff im Landhaus Milser. Doch trotz aller Prominenz – gewartet wurde gespannt nur auf Einen: den Trainer des FC Schalke 04. Felix Magath erfüllte die Erwartungen.
Denn: Wer wäre ein guter Trainer, wenn er sich zu sehr in die Karten schauen lassen würde? Und deswegen sagte Magath auch nicht viel zum Aktuellen, jedoch wesentlich mehr zum Zurückliegenden seiner Karriere.
„Man hat uns im vergangenen Jahr gesagt, wir wären der schlechteste Dritte aller Zeiten. Ein Umbau war jetzt absolut notwendig“, so der in Aschaffenburg geborene Magath.
Das Ziel, in der nächsten oder übernächsten Saison Meister zu werden, bleibe trotz der aktuellen Tabellensituation bestehen, so der Schalke-Trainer, -manager und das Aufsichtsratsmitglied weiter.
Blick in die Vergangenheit
Der bekennende „Grüne-Tee“-Trinker, Marmeladenesser und liebevoll „Quälix“ betitelte, gab im Folgenden Einblicke in seine Vergangenheit. Eigentlich habe er ja nie Trainer, sondern vielmehr Manager werden wollen nach seiner Spielerkarriere. Doch es habe sich „halt so ergeben“, so Magath.
Auch der momentane Aufsichtsratsposten bei Schalke sei nicht sein Wunsch gewesen. Durch seine Tätigkeit als Meistertrainer bei Wolfsburg sei dies ein logischer Schritt gewesen, so Magath.
Keine Aktien von Dortmund
Doch auch auf Seitenhiebe verzichtete der berühmt-berüchtigte und von MSV-Spieler Bachirou Salou einmal als „letzter Diktator Europas“ bezeichnete Schalke-Trainer im Gespräch mit Moderator Manni Breuckmann nicht.
Auf seine Zocker-Mentalität auf dem Aktienmarkt angesprochen, sah er kein Problem darin „mal ein paar Aktien zu kaufen, so lange es keine Dortmunder sind.“
Zudem bemängelte Magath, dass es nur noch wenige Spieler gebe, die sich mit dem Verein, für den sie spielen, identifizieren würden. Dies sei der wichtigste Grund gewesen, dass Rafinha abgegeben worden sei.
Bei Westermann, so ließ Magath durchblicken, habe es vor allem am Finanziellen gelegen. „Heiko wollte nicht unbedingt weg“, so Magath. Er versprach einen Sieg gegen Stuttgart.
Übrigens: zum Essen gab es als Vorspeise Lachsgelantine an Paprikaauflauf, als Hauptgang Rinderbraten an Balsamicoconage mit Olivenpolenta und Minze-Zucchini. Als Dessert wurden gratinierte Crépes mit Ricottafüllung und Orangensauce serviert.
Für Unterhaltung sorgte nach Magath der Duisburger Kabarettist Kai Magnus Sting. Seine Ausführungen über Politik, Castingshows und die abwegigen Beweggründe von Reality
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